Der Kreml weigert sich zu offenbaren, wo Putin während des Angriffs auf seine Residenz war.
Nach Angaben von ТСН: Man sollte die Aussagen der Russischen Föderation über einen angeblichen Angriff ukrainischer Drohnen auf die Residenz von Wladimir Putin in der Oblast Nowgorod nicht ernst nehmen.
Diese Meinung äußerte die hochrangige EU-Beamtin für Außen- und Sicherheitspolitik Kaja Kallas in dem sozialen Netzwerk X.
“Die Aussage Russlands, dass die Ukraine kürzlich Angriffe auf wichtige Regierungsobjekte in Russland durchgeführt hat, ist eine absichtliche Ablenkung. Moskau ist bestrebt, den tatsächlichen Fortschritt auf dem Weg zum Frieden, den die Ukraine und ihre westlichen Partner erreichen, zu sabotieren,” - betonte sie.
Kallas bezeichnete auch die Kremlin-Vorwürfe als “unbegründet”. Ihrer Meinung nach sollte man die Worte des Aggressors, “der seit Beginn des Krieges willkürlich die Infrastruktur der Ukraine und die Zivilbevölkerung angreift”, nicht ernst nehmen.
Das Magazin Le Monde unter Berufung auf eine Quelle, die dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron nahe steht, berichtet, dass Putin keine Beweise dafür hat, dass der “Angriff” ukrainischer Drohnen auf seine Residenz tatsächlich stattgefunden hat. Die nicht genannte Quelle hebt hervor, dass die Position des Kremls sich selbst widerspricht, was tatsächlich passiert ist.
Darüber hinaus weigerte sich der Kremlsprecher Dmitri Peskow zu sagen, wo der "Führer" Putin während des "Angriffs" auf die Residenz war, und erklärte, dass “dieses Thema nicht für die öffentliche Diskussion geeignet ist”.
Somit erhöht die Situation mit den Vorwürfen Russlands lediglich die Spannungen in den bereits komplizierten Beziehungen zwischen Kiew und Moskau. Zu einer Zeit, in der die internationale Gemeinschaft versucht, den Dialog aufrechtzuerhalten, wirken derartige Äußerungen wie ein Versuch, von den eigenen Problemen abzulenken und die Kontrolle über die innenpolitische Situation im Land aufrechtzuerhalten. Es ist offensichtlich, dass Momente der Eskalation der Rhetorik stets als Signal für neue Faktenprüfungen und Bewertungen von weltweiten Führern dienen.
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