Bis zu 500.000 Griwna: So läuft die Entschädigung für zerstörte Wohnungen in der Ukraine.
Staatliche Hilfen für beschädigte Immobilien
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung unterstützt Bürger, deren Häuser oder Wohnungen durch feindliche Angriffe beschädigt oder völlig zerstört wurden, mit finanziellen Mitteln. Dies geschieht im Rahmen des Programms 'jeWidnowlennja' (zu Deutsch: 'Wiederherstellung'). Die genauen Zahlungen hängen vom Ausmaß der Schäden ab und unterscheiden sich je nach Art der Immobilie.
Die Grundlage bildet ein Beschluss des Ministerkabinetts Nr. 381 vom 21. April 2023. Darin sind zwei Kategorien für Entschädigungen festgelegt:
- Kategorie A: Liegt der berechnete Betrag bei maximal 200.000 Griwna, erhalten Betroffene diesen vollständig ausgezahlt.
- Kategorie B: Für höhere Schäden gelten gestaffelte Obergrenzen. Bei Wohnungen beträgt die Spanne 200.000 bis 350.000 Griwna, bei Einfamilienhäusern 200.000 bis 500.000 Griwna. Der Mindestbetrag liegt bei 97,24 Griwna. Die Höchstgrenze für eine beschädigte Wohnung ist 350.000 Griwna, für ein Haus 500.000 Griwna.
Entschädigung für komplett zerstörte Objekte
Für total zerstörte Immobilien gibt es eine separate Regelung, die im Beschluss Nr. 600 vom 30. Mai 2023 festgehalten ist. Die Summe errechnet sich aus dem Quadratmeterpreis, einem regionalen Faktor, der Zimmeranzahl, dem Baujahr und der Wohnfläche. Die maximal erstattungsfähige Fläche beträgt 150 Quadratmeter für Wohnungen und 200 Quadratmeter für Einfamilienhäuser.
Das Programm ist ein zentraler Baustein der staatlichen Wiederaufbauhilfe. Es soll Menschen, die durch den Krieg ihr Zuhause verloren haben, finanziell entlasten und ihnen eine Perspektive geben. Die Anträge werden digital über die staatliche App 'Dija' gestellt, was den Prozess für die Betroffenen vereinfacht.
Mit 'jeWidnowlennja' verfolgt die Ukraine das Ziel, nicht nur materielle Schäden zu begleichen, sondern auch die soziale Stabilität in den besonders betroffenen Regionen zu fördern. Eine erfolgreiche Umsetzung könnte maßgeblich zur Sanierung des landesweiten Wohnungsbestands beitragen und die Lebensbedingungen der Bürger in Notlagen verbessern.
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