ISW-Analysten haben den Angriff auf Putins Residenz widerlegt: Es wurden keine Beweise gefunden.

ISW-Analysten haben den Angriff auf Putins Residenz widerlegt: Es wurden keine Beweise gefunden
ISW-Analysten haben den Angriff auf Putins Residenz widerlegt: Es wurden keine Beweise gefunden

Nach Angaben von ТСН: Die Aussagen der russischen Führung über einen angeblichen Mordanschlag auf Wladimir Putin erscheinen als weiteres Element des Informationskriegs. Analysten untersuchten die Situation bezüglich der Berichte über den "Angriff" auf die Residenz des Kremlchefs in Waldaï und kamen zu dem Schluss, dass es keine realen Beweise für einen solchen Vorfall gibt.

Fehlen von Beweisen

Im Bericht des Instituts für den Krieg (ISW) wird darauf hingewiesen, dass jeder echte Angriff ukrainischer Drohnen auf russischem Boden schnell in sozialen Netzwerken erscheint. In der Regel werden geolokalisierte Videos, Aufnahmen der Luftabwehr und Fotos von Rauch oder Bränden veröffentlicht.

„Im Falle des angeblichen Angriffs in der Nähe von Putins Residenz hat ISW kein einziges solches Video oder Berichte festgestellt, die Lavrovs Aussage bestätigen würden“,

— betonen die Experten.

Darüber hinaus gab es keine Kommentare von lokalen Beamten oder Informationen in regionalen Medien über Schäden, was für reale Vorfälle ungewöhnlich ist. Das russische Oppositionsmedium Sota führte Umfragen unter den Bewohnern von Waldaï durch, die in jener Nacht nichts über die Luftabwehr gehört haben.

Inkonstanz der Zeugenaussagen

Ein weiterer Beweis für die Fälschung der Aussagen sind die Widersprüche in den Zeugenaussagen der russischen Beamten. Der Außenminister der RF, Sergej Lawrow, berichtete über einen Angriff mit 89 (laut anderen Angaben — 91) Drohnen, während die offiziellen Berichte des Verteidigungsministeriums der RF nur 47 abgeschossene Drohnen in der Nacht zum 29. Dezember in verschiedenen Regionen angaben. Dabei wurde keine von ihnen über der Region Nowgorod abgeschossen, wo sich Waldaï befindet.

„Lawrows Aussagen stimmen nicht mit den Daten des Verteidigungsministeriums der RF überein, was die Glaubwürdigkeit der Behauptung untergräbt“,

— betonen sie im ISW.

Technische Zweifel

Die Experten stellen auch die technische Möglichkeit einer unauffälligen Durchdringung einer so großen Anzahl von Drohnen zu einem der am stärksten geschützten Objekte in Russland in Frage. Von 2022 bis August 2025 hat Russland die Verteidigung von Waldaï erheblich verstärkt und die Anzahl der Luftverteidigungssysteme von zwei auf zwölf Einheiten erhöht.

Die Analysten sind der Meinung, dass ein erfolgreicher Angriff nur unter Bedingungen eines „Wunders“ oder „gezielten Nachgebens des Militärkommandos“ möglich gewesen wäre, was als unwahrscheinlich erscheint.

Reaktion von Selenskyj und amerikanische Kritik

Der Präsident der Ukraine, Wladimir Selenskyj, reagierte sofort auf die Anschuldigungen aus Moskau und nannte sie „eine weitere Lüge der RF“. Er äußerte die Ansicht, dass Lawrow „einen Angriff auf Putin“ erfindet, um mögliche terroristische Angriffe auf ukrainische Städte zu rechtfertigen. Selenskyj forderte auch die westlichen Partner auf, den Druck auf Moskau zu verstärken, um es zu zwingen, den Krieg zu beenden.

Vergessen wir nicht die Reaktion in den USA, wo Präsident Donald Trump wegen seiner Haltung zu den Aussagen Russlands kritisiert wurde. Der Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses Don Bacon forderte Trump auf, die Fakten vor öffentlichen Schlussfolgerungen zu überprüfen, und wies darauf hin, dass der Kreml wiederholt falsche Informationen verbreitet hat. Trump gestand, dass er keine bestätigten Beweise für einen solchen Angriff hat und räumt ein, dass er möglicherweise nicht stattgefunden hat.

Die Äußerungen Moskaus über den Angriff auf Putin sowie die Reaktion anderer weltweiter Führer unterstreichen die anhaltende politische Spannung und die komplizierte Situation in der Ukraine. Analysten glauben, dass solche Aussagen ein Versuch sein könnten, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von Russlands internen Problemen abzulenken und weitere aggressive Handlungen gegenüber der Ukraine zu rechtfertigen.


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