Stromnetz-Kollaps in der Ukraine: Fast 500 Menschen aus Kiewer U-Bahn-Tunneln evakuiert.
Stromausfall legt U-Bahn in Kiew lahm
Nach Angaben von TSN.ua: Ein massiver Stromausfall im ukrainischen Energienetz hat am Donnerstag den U-Bahn-Verkehr in Kiew zum Stillstand gebracht. Fast 500 Passagiere mussten aus den steckengebliebenen Zügen evakuiert werden. Insgesamt wurden 481 Personen aus den Waggons in Sicherheit gebracht. Ein Zug kam nur 100 Meter vor der Station "Wokzalna" zum Halt, ein anderer blieb fast einen Kilometer vor der Station "Wydubytschi" stehen. Solche Zwischenfälle unterstreichen die Verletzlichkeit kritischer Infrastruktur in Krisenzeiten.
Auslöser war der gleichzeitige Ausfall von zwei Hochspannungsleitungen mit 400 kV und 750 kV um 10:42 Uhr. Energieminister Denys Schmyhal nannte als Ursache eine technologische Störung. Der Betrieb auf allen drei U-Bahn-Linien konnte jedoch wieder aufgenommen werden. Auf der roten Linie verkehren die Züge nun im Sechs-Minuten-Takt. Auch die blaue Linie arbeitet wieder im Regelbetrieb mit vergleichbaren Intervallen.
Schrittweise Normalisierung des Betriebs
Auf der grünen Linie rollen die Züge zwischen den Stationen "Tscherwonyj Chutir" und "Syrez" wieder im Sechs-Minuten-Rhythmus. Die vollständige Stabilisierung des Energienetzes wird nach Angaben des Ministers allerdings noch 24 bis 36 Stunden in Anspruch nehmen. Für die Fahrgäste in Kiew hat sich die Lage somit vorerst normalisiert.
Die schnelle Reaktion der Rettungskräfte verhinderte Schlimmeres und demonstrierte die Bedeutung funktionierender Evakuierungspläne. Obwohl die Stromversorgung nun wiederhergestellt ist, warnt Minister Schmyhal vor möglichen Folgen für die Netzstabilität in den kommenden Tagen. Die Abhängigkeit von einem intakten Stromnetz wurde den Bürgern auf eindrückliche Weise vor Augen geführt.
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