Asien steht vor einer Treibstoffkrise: Ölpreise explodieren nach Blockade der Straße von Hormus.

Asien steht vor einer Treibstoffkrise: Ölpreise explodieren nach Blockade der Straße von Hormus
Asien steht vor einer Treibstoffkrise: Ölpreise explodieren nach Blockade der Straße von Hormus

Kritische Lage in der Straße von Hormus

Nach Angaben von TSN.ua: Die wichtigsten Wirtschaftsmächte Asiens bereiten sich auf Engpässe bei der Kraftstoffversorgung und steigende Preise vor. Auslöser ist die von Iran verhängte Blockade der Straße von Hormus, einer lebenswichtigen Schlagader für den globalen Öl- und Gastransport. Durch diese Meerenge werden täglich rund 19 Millionen Barrel Öl verschifft, was etwa 20 Prozent des weltweiten Ölhandels und ein Fünftel der globalen Flüssiggasexporte ausmacht.

Derzeit sind im Persischen Golf mehr als 3000 Schiffe festgesetzt, was etwa sechs Prozent der weltweiten Tankerflotte entspricht. Diese Entwicklung bereitet vor allem jenen Ländern große Sorge, die in hohem Maße auf Ölimporte aus der Region angewiesen sind. So stammen 80 bis 90 Prozent des japanischen und 30 bis 40 Prozent des chinesischen Rohölbedarfs aus dem Persischen Golf. Als direkte Reaktion hat Thailand am 1. März den Export von Rohöl und Raffinerieprodukten gestoppt, China ordnete am 5. März einen Stopp für Diesel- und Benzinausfuhren an.

Die dramatischen Auswirkungen auf den Markt zeigen sich auch an den Frachtraten: Die Tagescharterkosten für einen Großtanker sind von 100.000 auf 436.000 US-Dollar gestiegen. Parallel kletterte der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent am 5. März auf 83,80 Dollar. Experten erwarten nun einen massiven Preisschock auf den asiatischen Kraftstoffmärkten.

Wie Tim Huxley feststellte: 'Insgesamt sind derzeit über 3000 Schiffe im Persischen Golf blockiert, das sind etwa sechs Prozent der weltweiten Tankerflotte.'

Globale wirtschaftliche Folgen zeichnen sich ab

Die angespannte Lage rund um die Straße von Hormus hält die Welt in Atem, während asiatische Staaten versuchen, sich auf mögliche Treibstoffknappheit und explodierende Energiepreise vorzubereiten.

Eine längerfristige Blockade der Meerenge hätte schwerwiegende Konsequenzen, die weit über Asien hinausreichen und die weltweiten Energiemärkte destabilisieren könnten. Die von iranischen Lieferungen abhängigen Länder haben bereits erste Maßnahmen zur Risikominimierung ergriffen, etwa durch Exportstopps für Ölprodukte. Sollte die Sperre anhalten, drohen weiter steigende Ölpreise, die die Inflation anheizen und das Wirtschaftswachstum in importabhängigen Regionen bremsen würden. Die Krise an dieser neuralgischen Handelsroute könnte somit zu einem Katalysator für tiefgreifende Veränderungen in der globalen Energiepolitik und Marktdynamik werden.


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