Arbeitsgericht verurteilt Chef wegen rassistischer Beleidigungen: 23.526 Pfund Entschädigung.
Urteil im Arbeitsrecht: Erfolg für Bernadette Hayes
Nach Angaben von TSN.ua: Ein britisches Arbeitsgericht hat der Klägerin Bernadette Hayes in einem Mobbingprozess Recht gegeben. Ihr ehemaliger Vorgesetzter, Mick Atkins, Direktor der Firma West Leeds Civils, wurde wegen wiederholter rassistischer Beleidigungen verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Atkins die Frau irischer Herkunft systematisch mit abfälligen Äußerungen wie 'Kartoffel' und anderen Schmähbegriffen gegen Iren drangsaliert hatte. Als Entschädigung für dieses unerwünschte Verhalten und die daraus resultierende Kündigung sprach das Tribunal Bernadette Hayes 23.526 Pfund Sterling zu.
Hintergrund des Falls
Hayes hatte zwei Jahre lang bei West Leeds Civils gearbeitet, bevor die beleidigenden Kommentare begannen. Die Kündigung im August 2024, die auf angeblichem Fehlverhalten von Hayes basierte, wertete das Gericht als 'völlig unbegründet'. Es stellte klar, dass sie Opfer einer gezielten Schikane geworden war. Die Entschädigungssumme in Höhe von 23.526 Pfund (umgerechnet etwa 1,392 Millionen Hrywnja) setzt sich aus zwei Posten zusammen:
- 13.000 Pfund für die erlittene persönliche Beeinträchtigung
- 6.104 Pfund für entgangenes Arbeitseinkommen
Bernadette Hayes: 'Ich fühlte mich wie in der Falle gefangen.'
Richter Buckley betonte in seiner Urteilsbegründung die Schwere der Vorfälle: 'Betrachtet man die Äußerungen in ihrer Gesamtheit, ist es völlig nachvollziehbar, dass eine Person irischer Abstammung die wiederholte Verwendung von Wörtern wie 'Kartoffel', 'Paddy', 'dummer Paddy' und 'Pikey' als beleidigend und erniedrigend empfindet.' Das Urteil gilt als wichtiges Signal im Kampf gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz und unterstreicht den Schutz der Arbeitnehmerrechte. Solche Fälle zeigen, wie wichtig klare betriebliche Richtlinien und Schulungen gegen Mobbing sind. Für Unternehmen ist dies eine deutliche Mahnung, ihre Personalpolitik zu überprüfen und für ein respektvolles Arbeitsklima zu sorgen.
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