Analyse des Gegenangriffs 2023: Bogdan Krotewytsch kritisiert Führungsfehler.
Kritische Einschätzung der ukrainischen Offensive 2023
Nach Angaben von TSN.ua: Bogdan Krotewytsch, ehemaliger Stabschef der 12. Spezialbrigade "Asow", hat sich in einer scharfen Analyse zum ukrainischen Gegenangriff 2023 geäußert. Aus seiner Sicht führten systemische Mängel in Führung und Planung sowie unzureichend ausgebildetes Personal zum Scheitern der Operation. Krotewytsch, der selbst auf Kommandoposten während der Vorbereitung und ersten Tage anwesend war, verwies darauf, dass rund 98 % der neuformierten Einheiten aus Mobilisierten bestanden. Seine Einblicke bieten eine seltene Innenansicht der militärischen Entscheidungsprozesse.
In seinen Ausführungen kritisierte Krotewytsch grundlegende Defizite in der militärischen Führung und Kontrolle der ukrainischen Streitkräfte.
„So sollte man nicht kämpfen: mit ausreichenden Ressourcen, aber unzureichend ausgebildetem Personal, schwacher Planung, einer falsch gewählten Hauptstoßrichtung und mangelnder Flexibilität in der militärischen Führung“, so sein vernichtendes Urteil.Er betonte, die gewählte Hauptangriffsrichtung von Beginn an für unzweckmäßig gehalten zu haben.
Die Kritik an der Ressourcenfrage nahm Krotewytsch auch in Bezug auf Aussagen des ehemaligen Oberkommandierenden Walerij Saluschnyj auf. Saluschnyj hatte in einem AP-Interview von einem Mangel an Ressourcen während der Offensive gesprochen. Krotewytsch widersprach dieser Darstellung jedoch:
„Die Behauptung eines kritischen Ressourcenmangels spiegelt aus meiner Erfahrung nicht die Realität wider.“Stattdessen hob er die Bedeutung einer gründlicheren Lageanalyse und der Ausbildung des Personals für den Erfolg militärischer Operationen hervor.
Das Zusammenspiel aller Faktoren
Bei der Bewertung der Fehler während der Offensive 2023 legte Krotewytsch Wert auf die Berücksichtigung aller Einflussfaktoren. Insbesondere Probleme in Führung und Kontrolle identifizierte er als Hauptursachen für die Misserfolge. Vor dem Hintergrund dieser Kritik könnten Militärexperten und Analysten die Planungs- und Durchführungsprozesse ukrainischer Operationen neu bewerten.
Die Kommentare von Bogdan Krotewytsch könnten den Anstoß für eine tiefgreifendere Analyse der ukrainischen Strategie während des Gegenangriffs geben. Seine Betonung von Personalausbildung und effektivem Ressourcenmanagement unterstreicht die Notwendigkeit, militärische Taktiken an neue Herausforderungen anzupassen. Diese Schlussfolgerungen sind nicht nur für das Militär, sondern für die gesamte Gesellschaft von Bedeutung, die die Entwicklungen an der Front verfolgt.
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