Polnischer Orden zurückgegeben: Boris Tarasjuk protestiert gegen Nawrockis Kurs.
Protest durch Ordensrückgabe
Nach Angaben von Espreso.tv: Aus Protest gegen die Handlungen des polnischen Präsidenten Nawrocki hat Boris Tarasjuk das Großkreuz des Verdienstordens der Republik Polen zurückgegeben. Der Schritt erfolgt als Reaktion auf die Entscheidung vom 19. Juni, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den Orden des Weißen Adlers zu entziehen.
In seiner Erklärung zeigte sich Tarasjuk empört und betonte, dass Nawrocki mit seiner antiukrainischen Hysterie das strategische Bündnis zwischen beiden Ländern gefährde. Er selbst habe seit 1990 am Aufbau der bilateralen Beziehungen mitgewirkt und sehe nun, wie die Früchte von 35 Jahren Arbeit zerstört würden.
„Als Zeichen des Protests gegen die antiukrainische Hetze des polnischen Präsidenten Nawrocki, insbesondere die Aberkennung der höchsten polnischen Staatsauszeichnung für Präsident Selenskyj, habe ich mich entschlossen, das Großkreuz des Verdienstordens der Republik Polen zurückzugeben.“ – Boris Tarasjuk
Welle der Ordensrückgaben
Tarasjuk ist mit diesem Schritt nicht allein. Auch andere ukrainische Persönlichkeiten haben ihre polnischen Auszeichnungen zurückgegeben oder abgelehnt:
- Kyrill Budanow verzichtete auf das Goldene Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen;
- Andrij Sybiha kündigte an, das Komturkreuz mit Stern des Verdienstordens zurückzugeben;
- Wassyl Bodnar, der ukrainische Botschafter in Polen, lehnte seine polnische Auszeichnung ebenfalls ab;
- Die ehemaligen ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma und Wiktor Juschtschenko gaben bekannt, dass sie ihre Orden zurückgeben werden.
Diese Entwicklungen verdeutlichen die angespannte Lage zwischen Kiew und Warschau. Die symbolischen Gesten der ukrainischen Elite könnten die öffentliche Meinung in beiden Ländern beeinflussen und die ohnehin schwierigen Beziehungen weiter belasten. Dabei sind gute nachbarschaftliche Kontakte für die Sicherheit und Stabilität in der Region von großer Bedeutung.
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