Oberster Gerichtshof entscheidet: Kreditstrafen für Schuldner werden erlassen.
Kreditrückzahlung während des Krieges in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Seit dem 24. Februar 2022, dem Beginn des Krieges in der Ukraine, kämpfen viele Menschen mit finanziellen Engpässen, etwa durch Jobverlust oder wegbrechende Einkommen. Der Oberste Gerichtshof der Ukraine hat nun klargestellt: Ein Kreditvertrag endet nicht automatisch durch den Krieg, und fehlende Einnahmen gelten nicht als höhere Gewalt. Dennoch gibt es eine wichtige Entlastung: Banken dürfen für Verzögerungen während des Kriegsrechts keine Verzugszinsen, Strafen oder andere Sanktionen mehr berechnen.
Konkret bedeutet das: Alle Strafzahlungen, die nach dem 24. Februar 2022 aufgelaufen sind, müssen gestrichen werden. Dies gibt Schuldnern, die durch den Krieg in Not geraten sind, etwas Luft. Die Entscheidung schafft Klarheit in einer Zeit, in der viele Bürger nicht wissen, ob sie trotz Einkommensverlusten mit zusätzlichen Gebühren rechnen müssen.
Welche Erleichterungen Schuldner jetzt nutzen können
Schuldner haben das Recht, ihre Interessen zu schützen – vorausgesetzt, sie können nachweisen, dass sie ihre Kredite wegen kriegsbedingter Umstände nicht bedienen können. Dazu zählen etwa der Verlust des Arbeitsplatzes oder ein drastischer Einkommensrückgang. Banken sind verpflichtet, solche Faktoren bei der Prüfung von Zahlungsproblemen zu berücksichtigen.
Je nach Einzelfall können Institute dann Maßnahmen wie eine Umschuldung oder andere Hilfsangebote vorschlagen. Allerdings müssen die Bedingungen, unter denen der Krieg als triftiger Grund für Zahlungsausfälle gilt, klar definiert sein – um Missbrauch zu vermeiden. Das schützt sowohl die Kreditnehmer als auch die Kreditgeber.
Die Frage der Kreditrückzahlung bleibt in der Ukraine also hochaktuell. Schuldner sollten ihre Rechte und möglichen Vergünstigungen genau kennen, ebenso wie die Voraussetzungen, unter denen der Krieg ihre Verbindlichkeiten beeinflussen kann. In dieser schwierigen Zeit gilt es, einen Ausgleich zu finden zwischen den Interessen der Kreditnehmer und den Forderungen der Banken.
Die anhaltende Kriegssituation verschärft die finanzielle Lage vieler Bürger zunehmend. Wer seine Rechte als Schuldner versteht, kann besser für seine finanzielle Stabilität sorgen. Experten raten Betroffenen, aktiv auf ihre Bank zuzugehen und nach Lösungen zu fragen, die die Last mindern. Umgekehrt sollten auch die Geldinstitute die sozialen und wirtschaftlichen Realitäten anerkennen und ihre Kunden in dieser schweren Phase unterstützen.
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