Nach Angriffen auf zivile Schiffe: Briten und Franzosen prangern Russland im UN-Sicherheitsrat an.
Nach Angaben von 5 канал — Політика: Die jüngsten russischen Angriffe auf zivile Schiffe im Schwarzen Meer haben internationale Besorgnis ausgelöst. Am 19. Juli trafen drei Marschflugkörper ein Getreideschiff, das den Hafen von Odessa verlassen hatte – zehn Zivilisten kamen dabei ums Leben. Nur eine Woche später, am 26. Juli, sank der Frachter GOLDEN LEO etwa fünf Seemeilen vor der Küste Odessas. Das Schiff fuhr unter der Flagge Guinea-Bissaus und gehörte einem türkischen Eigentümer.
UN-Sicherheitsrat: Sondersitzung zu den Angriffen
Diese Vorfälle veranlassten den UN-Sicherheitsrat zu einer Sondersitzung am 27. Juli 2023. Großbritannien und Frankreich nutzten die Gelegenheit, um die russischen Attacken auf zivile Schiffe im Schwarzen Meer scharf zu verurteilen. Sie machten deutlich, dass solche Handlungen nicht nur gegen das Völkerrecht verstoßen, sondern auch die Sicherheit der Schifffahrt und der regionalen Stabilität gefährden.
Stimmen von Expertinnen und Experten
Die Sicherheitsexpertin Sarah McIntosh wies darauf hin, dass Russland im Juli möglicherweise mehr als 300 Raketen auf die Ukraine abfeuern könnte – ein düsterer Rekord seit Kriegsbeginn. Sie betonte, wie ernst die Bedrohung durch diese Angriffe auf zivile Ziele sei.
„Die Attacken auf die Hafeninfrastruktur von Odessa fordern nicht nur zivile Opfer, sondern gefährden auch die Nahrungsversorgung von Millionen Menschen“, erklärte Jerome Bonafon.
Die Ereignisse im Schwarzen Meer verdeutlichen, wie sehr der Krieg die zivile Schifffahrt und die globale Ernährungssicherheit bedroht. Die internationale Gemeinschaft ist aufgerufen, entschlossen zu handeln, um zivile Schiffe zu schützen und eine weitere Eskalation zu verhindern.
Lesen Sie auch
- Sechster russischer Drohnenangriff auf Redaktion: OSZE verurteilt Attacke auf „Bilopilshchyna“ – Journalistin verletzt
- 1.537 beschlagnahmte russische Vermögenswerte: Illiquide, in besetzten Gebieten oder noch nicht identifiziert
- Korezkyj zieht Minister zur Rechenschaft: Resilienzpläne drohen zu scheitern – Bis zum Wochenende soll Klarheit herrschen
- Nach Protesten gegen Kim: Ex-Ministerin Friz fordert Gespräche mit Veteranen
- Putins dritter Armee-Aufwuchs innerhalb eines Jahres: 27.000 zusätzliche Soldaten
- Kiew weist iranische Drohungen als haltlos zurück: Teheran sei Komplize Russlands

