1.537 beschlagnahmte russische Vermögenswerte: Illiquide, in besetzten Gebieten oder noch nicht identifiziert.

1.537 beschlagnahmte russische Vermögenswerte: Illiquide, in besetzten Gebieten oder noch nicht identifiziert
1.537 beschlagnahmte russische Vermögenswerte: Illiquide, in besetzten Gebieten oder noch nicht identifiziert

Überblick über die beschlagnahmten Vermögen

Nach Angaben von 5 канал — Політика: Der ukrainische Staatseigentumsfonds verwaltet derzeit mehr als 1.500 beschlagnahmte Vermögenswerte von russischen Staatsbürgern. Genau 1.537 Objekte waren im Februar 2023 erfasst. Dabei handelt es sich vor allem um Fahrzeuge, Immobilien und Antiquitäten. Rund 41 Prozent entfallen auf Autos und Wohnungen, etwa 500 der insgesamt 1.537 Gegenstände sind seltene Waffen, Gemälde und andere Antiquitäten. Ein erheblicher Teil dieser Vermögen befindet sich noch in der Identifizierungsphase oder liegt in von Russland besetzten Gebieten.

Liquidität und geplante Verkäufe

Nach Angaben des Fonds sind lediglich rund 35 Prozent der beschlagnahmten Vermögen als liquide einzustufen. 20 Prozent der Objekte liegen in besetzten Gebieten, 17 Prozent werden noch identifiziert. Von den liquiden Vermögen soll nur etwa ein Viertel im Jahr 2026 zum Verkauf angeboten werden. Zu den für den Verkauf vorgesehenen Objekten zählen unter anderem das Einkaufszentrum Ocean Plaza, der Quarzit-Steinbruch in Gluchiw sowie das Aluminiumoxidwerk in Mykolajiw.

„Man muss verstehen, was diese 1.537 Objekte eigentlich sind, die im Februar erfasst wurden“, erklärte Dmytro Natalucha, Vertreter des Staatseigentumsfonds der Ukraine.

Dmytro Natalucha, Vertreter des Staatseigentumsfonds der Ukraine

Natalucha ergänzte: „Nur etwa ein Viertel der liquiden Vermögen ist für den Verkauf im Jahr 2026 eingeplant.“ Er betonte, dass „die Zahl zwar beeindruckend ist, es sich aber um einen sehr speziellen Markt handelt“. Abschließend verwies er auf den erfolgreichen Verkauf der Wohnung des russischen Designers Artemi Lebedew, die vor wenigen Wochen veräußert wurde.

Die Kontrolle über die Verwaltung dieser Vermögen wird zudem durch Ermittlungen untermauert: Am 18. Juni 2023 führten Behörden Durchsuchungen bei Beamten des Staatseigentumsfonds durch.

Die Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte ist ein zentrales Instrument der ukrainischen Sanktionspolitik gegen den Angriffskrieg. Die Identifizierung und der Verkauf dieser Objekte könnten den Staatshaushalt entlasten und den Immobilienmarkt stabilisieren. Allerdings verzögert sich die Verwertung, da die meisten Vermögen noch nicht verkaufsbereit sind – was die erhofften Einnahmen vorerst schmälert.


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