Ab März 2026: So funktioniert die neue Reservierungsfunktion für Wehrpflichtige in der App 'Dija'.
Start eines neuen Dienstes in der App 'Dija'
Nach Angaben von TSN.ua: Im März 2026 soll in der staatlichen App 'Dija' eine neue Funktion zur Reservierung wehrpflichtiger Arbeitnehmer starten. Diese soll selbst dann genutzt werden können, wenn noch offene Fragen mit den regionalen Rekrutierungszentren bestehen. Die Initiative zielt darauf ab, Betriebe des Verteidigungsindustriekomplexes und kritische Infrastruktureinrichtungen zu unterstützen und personell zu stabilisieren.
Die Einführung ist für Ende März 2026 geplant. Unternehmen der Verteidigungsindustrie können ihre Fachkräfte für eine Dauer von bis zu 45 Tagen reservieren. Mitarbeiter von als kritisch eingestuften Betrieben erhalten hingegen eine Reservierung für einen Zeitraum von sechs Monaten. Die Liste der kritischen Infrastrukturobjekte ist in der Kabinettsverordnung Nr. 1109 vom 9. Oktober 2020 festgelegt.
Fristen und Bedingungen für die Reservierung
Die Bearbeitungszeit für Anträge auf Reservierung über 'Dija' wird ab dem 1. Februar 2026 bis zu 72 Stunden betragen. Ab dem 1. Januar 2026 gilt für die Reservierung von Mitarbeitern ein Mindestlohn von 21.617,5 Hrywnja. Diese Regelung soll, so die stellvertretende Ministerin für digitale Transformation, Walerija Kowal, die Stabilität in den kritisch wichtigen Wirtschaftssektoren sicherstellen.
'Diese Initiative zeigt die Bemühungen der ukrainischen Regierung, die Funktionsfähigkeit der kritischen Sektoren trotz der militärischen Herausforderungen aufrechtzuerhalten.' - Walerija Kowal
Darüber hinaus wies Maryna Bekalo darauf hin, dass Mitarbeiter kritischer Unternehmen, die eine Reservierung erhalten, für die Dauer der Zurückstellung nicht mobilisiert werden können. Dies bietet zusätzliche Sicherheit für diejenigen, die in strategisch wichtigen Bereichen für das Land tätig sind.
Die Einführung dieses digitalen Reservierungsmechanismus ist ein wichtiger Schritt, um die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine zu stärken und Planungssicherheit in systemrelevanten Branchen zu schaffen. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges erhalten Unternehmen und ihre Belegschaft so ein Instrument für eine bessere Personalplanung unter schwierigen Bedingungen.
Das neue Verfahren dient nicht allein der Aufrechterhaltung der Landesverteidigung, sondern soll auch die wirtschaftliche Stabilität in Kriegszeiten fördern. Dies kann sich wiederum maßgeblich auf die allgemeine Lage der Unternehmen und ihre Handlungsfähigkeit in dieser schwierigen Phase auswirken.
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