Warum Patriot keine Oreshnik abfängt: Erklärungen von Luftabwehr-Experten.
Nach Angaben von ТСН: Nach dem Start einer russischen Mittelstreckenrakete "Oreshnik" stellte sich erneut die Frage nach den Möglichkeiten der Luft- und Raketenabwehrsysteme in der Ukraine. Analysten diskutieren, welche der vorhandenen Systeme in der Lage sind, solche Bedrohungen abzufangen und welche aufgrund ihrer technologischen Einschränkungen dies nicht können.
Diskussion der Möglichkeiten der Luftabwehr
Der Start der Rakete "Oreshnik" auf Lviv, der Schätzungen zufolge keinen militärischen Nutzen hatte, gab Anlass zu neuen Diskussionen über die Möglichkeiten der ukrainischen Luftabwehr. Experten analysieren, ob die Patriot- und SAMP-T-Systeme in der Lage sind, Mittelstreckenraketen abzufangen.
„In der Ukraine gibt es derzeit keine Systeme, die in der Lage sind, Mittelstrecken- und Interkontinentalraketen abzufangen“.
Dieses Thema wurde bereits früher angesprochen, doch im vergangenen Jahr gab es keine wesentlichen Veränderungen in diesem Bereich.
Einschränkungen der Luftabwehrsysteme
Experten betonen, dass die Unfähigkeit von Patriot oder SAMP-T, Raketen des Typs "Oreshnik" zu zerstören, nicht auf ihre technologische Veralterung hinweist. Der Hauptgrund liegt in der Spezialisierung der Luftabwehrsysteme, die für die Arbeit mit bestimmten Zieltypen je nach deren Geschwindigkeit und Flugbahn geschaffen wurden.
Insbesondere sind die Patriot-Luftabwehrsysteme in der Konfiguration PAC-3 zur Bekämpfung von taktischen Mittelstreckenraketen bestimmt. Dabei hat kein Hersteller erklärt, dass ihre Systeme in der Lage sind, Mittelstreckenraketen abzufangen.
Technische Spezifikationen der Raketen
Mittelstreckenraketen "Oreshnik" haben einen separierbaren Gefechtskopf mit einzelnen Steuerungseinheiten. Das bedeutet, dass ein effektives Abfangen nur bis zu dem Zeitpunkt möglich ist, an dem sie sich trennen und verschiedene Flugbahnen einschlagen.
Nach der Trennung bildet die Rakete mehrere Ziele, darunter auch Ablenkungsziele, was ihr Abfangen in der Atmosphäre erschwert. Die Trennung der Gefechtsköpfe erfolgt in Höhen von über 100 km, praktisch außerhalb der Atmosphäre.
Begrenzte Abfangmöglichkeiten
Derzeit ist nur eine begrenzte Anzahl von Systemen in der Lage, exoatmosphärisches Abfangen durchzuführen. Dazu gehören die amerikanische Rakete SM-3 im Rahmen des Aegis-Systems, der Ground-Based Interceptor, das israelische System Arrow-3 sowie das amerikanische THAAD, jedoch mit erheblichen Einschränkungen.
Zum Beispiel hat Arrow-3 erfolgreich Raketen abgefangen, die vom Iran mit einem Bereich von über 2000 km gestartet wurden. Obwohl THAAD die Möglichkeit des Abfangens von Mittelstreckenraketen angibt, wurde tatsächlich nur das Abfangen von Monoblockraketen ohne separierbare Gefechtsköpfe bestätigt.
Was THAAD betrifft, bleibt die Möglichkeit des Abfangens von Raketen mit separierbaren Gefechtsköpfen ein strittiges Thema, da sie von vielen Faktoren abhängt, einschließlich Flugbahnen, Geschwindigkeit und Reaktionszeit.
Technischer Aspekt des Problems
Experten weisen darauf hin, dass die Frage des Abfangens von Raketen des Typs "Oreshnik" rein technischer Natur ist und durch die Eigenschaften der Luftabwehrsysteme bestimmt wird, nicht durch deren Modernität oder Veralterung.
Wir erinnern daran, dass am 9. Januar um Mitternacht Russland zum ersten Mal während des Krieges mit "Oreshnik" auf Lwiw schlug, der eine ballistische Flugbahn mit einer Geschwindigkeit von etwa 13.000 km/h hatte.
Die Situation mit den Möglichkeiten der ukrainischen Luftabwehr erfordert weitere Diskussionen und könnte das Hauptthema für strategische Veränderungen in den Streitkräften des Landes werden. Die Überprüfung und Verbesserung der Luftabwehrsysteme könnten notwendige Schritte zur Erhöhung der nationalen Sicherheit sein, da die Bedrohung neuer Angriffe weiterhin aktuell bleibt.
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