Russland lehnt zentrale Punkte des Friedensplans der USA ab: Was bedeutet das für die Verhandlungen.
Nach Angaben von ТСН: Die russische Regierung hat zuvor die wesentlichen Bestimmungen des 28-Punkte-Friedensplans der USA abgelehnt und bereitet nun den Boden für die Ablehnung möglicher ukrainischer und europäischer Initiativen. Zu diesem Schluss kamen die Analysten des Instituts für Kriegsstudien (ISW).
Ablehnung des Friedensplans
Der Assistent des Präsidenten Russlands, Juri Uschakow, teilte während eines Gesprächs mit dem Journalisten Pawel Sarubin mit, dass die Position der RF „sehr klar“ definiert sei und Moskau „ernsthafte Einwände“ erheben werde, falls Änderungen am Friedensplan seitens der Ukraine und europäischer Länder vorgeschlagen werden.
Er wies außerdem darauf hin, dass Russland nicht bereit ist, den Punkten zuzustimmen, die „Territorialfragen“ betreffen, insbesondere Diskussionen über die demilitarisierte „Pufferzone“ im Donbass.
Garantie der Umsetzung von Friedensvereinbarungen
Zur Möglichkeit einer Ablehnung der Ukraine, die Friedensvereinbarungen einzuhalten, betonte der Sprecher des Kremls, Dmitrij Peskow, dass Russland auf Garantien und die Schaffung eines Mechanismus zur Umsetzung jeglicher Vereinbarung bestehen werde. Er wies auch darauf hin, dass der Kreml nicht beabsichtige, die europäische Position zum Friedensschlichtungsverfahren zu berücksichtigen.
Situation mit dem Friedensplan der USA
Unterdessen hat der Außenminister der RF, Sergej Lawrow, sich geweigert, die sieben Punkte des von den USA vorgeschlagenen Friedensplans zu unterstützen, die sich mit territorialen Austausch und Sicherheitsgarantien für die Ukraine befassen. Zuvor hatte Peskow darauf hingewiesen, dass Russland darauf abzielt, für den „Frieden“ zu arbeiten, aber „nicht an einem „Waffenstillstand“ mit der Ukraine interessiert ist, da es ihn als „Betrug“ ansieht.
Der Sprecher des Kremls hat auch der Ukraine mit dem Ausschluss einer „Atempause“ gedroht, falls sie versuchen sollte, ein Referendum über territoriale Fragen abzuhalten.
Verhandlungen in Berlin
Zur Erinnerung: Am 14. Dezember fanden in Berlin die fünfstündigen Verhandlungen zwischen ukrainischen und amerikanischen Delegationen über den Friedensplan der USA statt. An dem Treffen nahmen Selenskyj, der Sondergesandte des US-Präsidenten Steve Vitkoff und der Schwiegersohn des Präsidenten Jared Kushner teil. Das Treffen wird am 15. Dezember fortgesetzt.
Vitkoff wies auf den „erheblichen Fortschritt“ hin und gab bekannt, dass die Vertreter beider Länder „intensive Diskussionen über den 20-Punkte-Friedensplan“ sowie die wirtschaftliche Agenda geführt haben.
Diese Ereignisse zeugen von der komplexen Situation rund um die Friedensverhandlungen, in denen die Positionen Russlands hart und unverrückbar bleiben. Bevor sie weitergehen, müssen die Ukraine und die USA die Reaktion der russischen Seite auf neue Initiativen bewerten, um Konfrontationen zu vermeiden und Wege zu einem echten Frieden zu finden.
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