Bußgelder des TSK für Mobilisierte: Müssen sie bei Verstößen gegen die Buchführung zahlen?.
Nach Angaben von inkorr.com: In der Ukraine ist eine rechtliche Verwirrung bezüglich administrativer Bußgelder entstanden, die von den Territorialen Rekrutierungszentren (TSK) gegen Wehrpflichtige verhängt werden, die anschließend mobilisiert wurden. Juristen auf dem Portal 'Juristen.UA' klären, ob diese Bußgelder in solchen Fällen bezahlt werden müssen. Darüber berichtet Noticias.Live.
Viele Menschen sind überzeugt, dass nach der Mobilisierung alle Bußgelder aufgehoben werden sollten, doch Juristen geben widersprüchliche Kommentare ab. Die Menschenrechtsaktivisten sind sich uneinig über die Notwendigkeit, diese Gebühren zu zahlen.
Position 1: Bußgeld muss bezahlt werden
Der Anwalt Jurij Aiwazjan stellte fest, dass die Mobilisierung nicht der Grund für eine automatische Aufhebung der Schulden ist. Er betonte:
'Die Mobilisierung des Mannes hat nichts mit seinem Verstoß gegen die Vorschriften der militärischen Registrierung im Status eines 'wehrpflichtigen' zu tun.
Wenn der Mann also die 8.500 Hrywnja nicht bezahlen kann, muss er später 17.000 Hrywnja zahlen. Er fügte hinzu, dass im Falle der Nichtzahlung das TSK den Fall an den Vollzugsdienst übergeben wird.
Position 2: Bußgeld musste aufgehoben werden
Ein anderer Anwalt, Wladislaw Derij, ist der Meinung, dass die Situation bei solchen Bußgeldern anders ist und mobilisierte Männer nicht bestraft werden sollten.
'Einen Mann darf man nicht mit einem Bußgeld belegen, und der Fall hätte geschlossen werden müssen, da Soldaten, die Verstöße gegen die militärische Registrierung hatten, vollständig von den Bußgeldern des TSK befreit sind', betonte der Jurist.
Diese Position basiert auf dem allgemeinen Grundsatz, dass Soldaten von administrativer Verantwortung für Verstöße gegen die Registrierungsvorschriften, die vor der Mobilisierung begangen wurden, befreit sind.
Handlungsalgorithmus für Mobilisierte
Aufgrund der Uneindeutigkeit der Rechtsprechung rät Wladislaw Derij, das Bußgeld nicht zu zahlen und aktiv seine Rechte zu verteidigen.
Hier sind empfohlene Schritte zur Anfechtung des TSK-Bußgeldes nach der Mobilisierung:
- Einen Antrag an das TSK stellen, in dem die offizielle Aufhebung des Bußgeldes aufgrund des Erhalts des Status als Soldat verlangt wird.
- Die Entscheidung des TSK gerichtlich anfechten und dabei die Tatsache des Militärdienstes als Hauptargument verwenden.
Da Soldaten von der Zahlung solcher Gebühren befreit sind, kann dies eine wirksame Maßnahme zum Schutz vor Zwangsvollstreckung sein. Zuvor wurde bereits darüber gesprochen, wie man herausfinden kann, ob es ein Bußgeld vom TSK gibt.
Es ist auch zu beachten, dass ab dem 17. Juli 2025 die territorialen Rekrutierungszentren nicht mehr in der Lage sein werden, Bußgelder für verspätete Aktualisierungen der militärischen Registrierungsdaten zu erheben. Dies betrifft Verstöße, die bis zum 16. Juli 2024 begangen wurden, als die Ukrainer ihre Daten über 'Reserv+' oder persönlich beim TSK aktualisieren mussten.
Somit bleiben die Fragen bezüglich der Zahlung administrativer Bußgelder nach der Mobilisierung offen und bedürfen einer klaren rechtlichen Regelung. Wie zu sehen ist, unterscheiden sich die Positionen der Juristen erheblich, was die Wehrpflichtigen in eine schwierige Lage bringt. Es wird empfohlen, sich über seine Rechte gründlich zu informieren und bei Bedarf Hilfe von Fachleuten in Anspruch zu nehmen.
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