Gemüsepreise stürzen ab, Buchweizen wird teurer: Was am ukrainischen Markt gerade passiert.
Gemüse und Buchweizen: Preisschere in der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: Während die Preise für Kartoffeln, Möhren und Rote Bete in der Ukraine aktuell stark nachgeben, steigt der Preis für Buchweizen merklich an. Grund für den Preisverfall bei Gemüse ist eine üppige Ernte – im vergangenen Jahr hatte es noch eine Knappheit gegeben, weshalb Landwirte ihre Anbauflächen ausweiteten. Nun drücken große Mengen auf den Markt. Kartoffeln kosten derzeit zwischen 7 und 8 Hrywnja pro Kilogramm. Doch selbst zu diesem niedrigen Preis haben die Bauern Probleme, ihre großen Bestände abzusetzen.
Wie der Experte Dmytro Solomtschuk erklärt: 'Die Landwirte können heute selbst zu 7–8 Hrywnja pro Kilo keine großen Kartoffelmengen verkaufen.'
Auch Möhren und Rote Bete bleiben mit 4–5 Hrywnja pro Kilogramm auf einem niedrigen Niveau. Die Überproduktion hat die Preise für diese Produkte deutlich gedrückt.
Buchweizen: Weniger Anbaufläche, höhere Preise
Ganz anders sieht es beim Buchweizen aus: Hier steigen die Preise. Hauptgrund ist der deutliche Rückgang der Anbauflächen.
Laut Dmytro Solomtschuk 'wurde sehr wenig gesät. Und auch in diesem Jahr reduzieren die Agrarbetriebe die Flächen für die Buchweizenaussaat.'
Trotz der Preissteigerung ist der Buchweizenkonsum in der Ukraine nicht kritisch – ein Zeichen für eine mögliche Marktstabilität. Der Agrarsektor zeigt also gegenläufige Entwicklungen: billiges Gemüse durch Überangebot und teurer werdender Buchweizen wegen knapper Aussaat.
Die sinkenden Gemüsepreise könnten Verbraucher entlasten, während die Absatzprobleme für Bauern ein Warnsignal sind, ihre Produktion zu überdenken. Der Anstieg beim Buchweizen wiederum deutet darauf hin, dass landwirtschaftliche Strategien angepasst werden müssen, um künftige Ungleichgewichte zu vermeiden.
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