Montenegro plant Ende der Visafreiheit für Russen und Belarussen – Starttermin steht fest.
Visafreie Einreise vor dem Aus
Nach Angaben von UATV: Montenegro erwägt, die visafreie Einreise für Staatsbürger Russlands und Belarus‘ zeitnah abzuschaffen. Hintergrund ist die Angleichung der nationalen Gesetzgebung an die Vorgaben der Europäischen Union. Nach aktuellen Informationen könnte die Neuregelung bereits am 1. Oktober 2023 in Kraft treten.
Als EU-Beitrittskandidat ist Montenegro dazu angehalten, seine Visapolitik schrittweise an europäische Standards anzupassen. Im zweiten Schritt der Harmonisierung ist zudem geplant, die Visafreiheit mit der Türkei bis Ende 2027 zu beenden. Weitere Anpassungen sollen folgen und betreffen unter anderem:
- China
- die Vereinigten Arabischen Emirate
- Katar
- Bahrain
- sowie weitere Staaten
Derzeit dürfen Russen noch bis zu 30 Tage ohne Visum nach Montenegro reisen. Diese Regelung könnte jedoch schon bald der Vergangenheit angehören, falls die geplanten Gesetzesänderungen umgesetzt werden. Damit würde Montenegro einen wichtigen Schritt in Richtung EU-Recht gehen.
Auswirkungen der Visumspflicht
Die Einführung einer Visumspflicht für Russen und Belarussen hätte weitreichende Folgen – sowohl für den Tourismussektor Montenegros als auch für die bilateralen Beziehungen. Vor dem Hintergrund der europäischen Integrationsbestrebungen des Landes spiegelt dieser Schritt den generellen Trend in der Region wider, die Migrationskontrolle zu verschärfen und sich der EU-Politik anzupassen. Da auch andere Staaten ihre Visumvereinbarungen überprüfen, fügt sich diese Maßnahme in eine umfassendere Sicherheitsstrategie und die Einhaltung internationaler Normen ein.
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