Russland erhöht die Reichweite von Drohnenangriffen: Warum die Luftabwehr der Ukraine neue Systeme benötigt.
Nach Angaben von ТСН: Russische Kräfte erweitern weiterhin die Reichweite ihrer Drohnen, um tiefere Angriffe auf das Territorium der Ukraine durchzuführen.
Amerikanische Analysten des Instituts für Kriegsstudien (ISW) betonen den dringenden Bedarf der Ukraine an modernen Luftabwehrsystemen.
Angriffe auf ukrainische Objekte
ISW führt Daten an, die aus geolokalisierten Videos stammen, die vom russischen Drohnentechnologiezentrum „Rubikon“ veröffentlicht wurden. In den Videos ist zu sehen, wie russische Truppen mit einer Drohne einen Mi-24-Helikopter der ukrainischen Streitkräfte angreifen, der sich an einer Vorwärtsbasis nordöstlich von Bilyky in der Region Poltawa befindet, etwa 150 km von der Grenze zu Russland entfernt.
In den Aufnahmen wird auch ein Angriff auf ein Transportflugzeug An-26 im internationalen Flughafen Mykolajiw dokumentiert, der 60 km von der besetzten Kinburn-Halbinsel entfernt liegt. Daten aus OSINT, basierend auf Satellitenbildern, zeigen, dass dieses Flugzeug seit 2022 am Flughafen steht, was auf seine Außerdienststellung hinweist.
Taktik des Gegners
ISW zitiert den ukrainischen Experten für elektronische Kriegsführung Serhij „Flash“ Beskrestnov. Er bemerkte, dass die russischen Truppen Drohnen vom Typ „Molnija“ eingesetzt haben, die über Starlink anstelle von Mobilfunknetzen gesteuert wurden. Der Experte berichtete auch, dass der Feind Sabotage- und Aufklärungsteams einsetzen könnte, um Drohnen aus geringer Entfernung zu starten, oder „Drohnen-Basen“ verwenden könnte, um ihre Reichweite zu erhöhen.
„Die jüngsten Angriffe großer Reichweiten Drohnen nutzen den Mangel an Luftabwehrsystemen in der Ukraine, was den dringenden Bedarf der Ukraine an Punkt-Luftabwehrsystemen zur Abwehr von Drohnen unterstreicht, da elektronische Kriegsführungssysteme (EW) voraussichtlich nicht ausreichen, um die kritische Infrastruktur der Ukraine vor einer geografisch weitreichenden Bedrohung zu schützen“, fasst ISW zusammen.
Es wird auch darauf hingewiesen, dass die Besatzer mit Angriffen auf die ukrainische Eisenbahn begonnen haben. Der Sergeant der Drohnensystems „Inquisition“ der 59. OMBr, Oleksandr Karpjuk, ist der Ansicht, dass die Idee, jeden Zug mit EW-Mitteln auszustatten, technisch komplex und ineffektiv ist. Seinen Angaben zufolge ist EW kein „Wunderdruckknopf“, sondern ein komplexes System, das einen umfassenden Ansatz zur Neutralisierung moderner Drohnen erfordert.
Diese Eskalation der Angriffe durch russische Kräfte deutet auf komplexe und gefährliche Trends im Krieg hin. Der Bedarf an effektiven Luftabwehrsystemen wird für die Ukraine immer dringlicher, da diese Angriffe nicht nur militärischen, sondern auch zivilen Einrichtungen gefährden können. Jede Strategie, die die Verteidigungsfähigkeit stärkt, muss unter den aktuellen Bedingungen prioritär behandelt werden.
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