Ermittlungen gegen „MasterChef“-Teilnehmerin: Vorgetäuschte Behandlung statt Dienst in der Armee.

Ermittlungen gegen „MasterChef“-Teilnehmerin: Vorgetäuschte Behandlung statt Dienst in der Armee
Ermittlungen gegen „MasterChef“-Teilnehmerin: Vorgetäuschte Behandlung statt Dienst in der Armee

Strafverfahren eingeleitet

Nach Angaben von TSN.ua: Die ukrainische Staatliche Ermittlungsbehörde (DBR) hat ein Strafverfahren gegen Wiktorija Kusnezowa eröffnet. Die ehemalige Kandidatin der Kochshow „MasterChef“ soll sich durch eine vorgetäuschte Behandlung in einer Militärklinik vor dem Wehrdienst gedrückt haben. Laut den Ermittlern nahm sie während dieser Zeit an Fernsehaufzeichnungen der Show teil, anstatt ihren Pflichten in den ukrainischen Streitkräften nachzukommen.

Militärdienst und Vorwürfe

Kusnezowa dient seit 2015 in der ukrainischen Armee und bekleidet den Posten einer Navigatorin in einem Fliegerhorst der Transportstaffel. Den Ermittlungen zufolge war sie vom 14. April bis zum 16. August 2025 angeblich stationär in Behandlung – diese Krankschreibung soll jedoch gefälscht gewesen sein. Tatsächlich hielt sie sich in diesem Zeitraum, konkret vom 22. April bis zum 11. August 2025, in Kiew und der Umgebung der Hauptstadt auf.

Während der vorgetäuschten Behandlung wurden ihr weiterhin Sold, Prämien und Zulagen ausgezahlt. Das Verfahren stützt sich auf Artikel 409, Teil 4 des ukrainischen Strafgesetzbuches, der eine Freiheitsstrafe von fünf bis zehn Jahren vorsieht. Kusnezowa schied in der 17. Folge der Show aus. Die Ermittlungen dauern an; weitere Details werden derzeit nicht veröffentlicht. Dieser Fall verdeutlicht, wie schwerwiegend Verstöße gegen die Wehrpflicht in Kriegszeiten gewertet werden.

Dieser Fall lenkt den Blick auf das Problem der Wehrdienstumgehung in der Ukraine, insbesondere unter den Bedingungen des Krieges.

Gefälschte Dokumente und Täuschung können nicht nur für die Täter schwerwiegende Folgen haben, sondern auch das gesamte System der Landesverteidigung untergraben. Die Aufarbeitung dieses Vorfalls könnte einen wichtigen Präzedenzfall für ähnliche Fälle in der Zukunft schaffen.


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