Angst vor neuer Mobilisierungswelle: Russen kaufen massenhaft Immobilien im Ausland.
Flucht ins Ausland: Immer mehr Russen suchen Sicherheit durch Immobilienkauf
Nach Angaben von Espreso.tv: In Russland steigt die Nachfrage nach Immobilien im Ausland rasant an. Experten führen diese Entwicklung auf die wachsende Furcht vor einer erneuten Eskalation des Krieges und einer möglichen Mobilmachung zurück. Im ersten Halbjahr 2026 verzeichneten Makler 20 Prozent mehr Anfragen für Wohnungen und Häuser außerhalb Russlands als noch in der zweiten Jahreshälfte 2025. Dies zeigt einen deutlichen Stimmungswandel in der Bevölkerung, die zunehmend nach sichereren Lebensbedingungen sucht.
Besonders bemerkenswert: Zählt man Russen hinzu, die bereits im Ausland leben oder über VPN auf die Angebote zugreifen, steigt die Zahl der Kaufanfragen sogar um 25 Prozent. Diese Zahlen belegen, wie intensiv die Menschen nach Auswegen aus der wachsenden politischen Spannung suchen. Ein wichtiger Treiber sind die für Oktober 2026 geplanten Parlamentswahlen, nach denen viele eine neue Mobilisierungswelle befürchten.
Beliebte Zielländer: Georgien, Griechenland und Zypern legen stark zu
Der Trend zum Immobilienkauf im Ausland zeigt sich in einigen Ländern besonders deutlich. In Georgien hat sich die Nachfrage innerhalb eines Jahres verdoppelt. Griechenland verzeichnet ein Plus von 46 Prozent, und auf Zypern stieg die Nachfrage um beeindruckende 63 Prozent. Diese Zahlen machen klar, dass Russen diese Länder als vielversprechende Investitionsstandorte für Wohnraum betrachten.
- Türkei
- Vereinigte Arabische Emirate
- Thailand
Diese drei Länder bleiben im ersten Halbjahr 2026 die beliebtesten Ziele für russische Käufer. Sie ziehen weiterhin Investoren an, die in stabileren Regionen Fuß fassen wollen. Der Run auf ausländische Immobilien zeigt den tiefen Wunsch der russischen Bevölkerung, der wachsenden Unsicherheit im eigenen Land zu entkommen. Diese Entwicklung könnte sowohl den heimischen Immobilienmarkt in Russland als auch die Märkte in den neuen Investitionsländern nachhaltig verändern. Sollte die politische Lage weiter eskalieren, ist mit einer noch stärkeren Zunahme dieser Fluchtbewegung zu rechnen.
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