Neun Soldaten der 155. Brigade nach Entführung zweier Brüder in der Region Kiew festgenommen.
Vorfall in der Region Kiew
Nach Angaben von Espreso.tv: In der Nacht vom 27. auf den 28. Juni drangen sieben Täter auf das Grundstück zweier Brüder in der Region Kiew ein und entführten sie. Als Reaktion auf die Tat nahm die Polizei neun Angehörige der 155. Brigade fest, die unter Verdacht stehen, an dem Verbrechen beteiligt gewesen zu sein. Unter den Festgenommenen befindet sich auch ein Bataillonskommandeur dieser Einheit.
Ermittlungen und Folgen
Der Kommandeur der 155. selbstständigen mechanisierten Brigade, Stanislaw Lutschanow, wird derzeit per Haftbefehl gesucht. Er übernahm die Führung der Brigade im Februar 2026 und war zuvor Stabschef des 425. Regiments ‚Skelya‘. Erst kürzlich hatte das Staatliche Ermittlungsbüro einen Soldaten desselben Regiments wegen des Verdachts auf schwere Körperverletzung festgenommen. Die Behörden gehen Hinweisen auf mögliche Verstrickungen zwischen Militärangehörigen und kriminellen Strukturen nach.
Das Gericht hat für die in diesem Fall Inhaftierten bereits Untersuchungshaft ohne Möglichkeit einer Kaution angeordnet. Die Ermittlungen laufen weiter, die Strafverfolgungsbehörden arbeiten daran, alle Umstände der Tat aufzuklären. Dieser Vorfall verdeutlicht die Schwere von Rechtsverstößen innerhalb des Militärs, die das Vertrauen in die Streitkräfte erschüttern könnten. Gleichzeitig zeigt das entschlossene Vorgehen der Polizei, dass die Justiz unabhängig vom Status der Beschuldigten für Rechtsstaatlichkeit sorgen will.
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