Fast 14 Millionen Gehalt trotz Stillstand: Das verdient der Chef der stillgelegten Aluminiumfabrik.
Gehaltsangaben des Werksleiters
Nach Angaben von Novyny.live: Oleksij Medwid, Direktor des Mykolajiw-Aluminiumwerks, hat ein Jahreseinkommen von knapp 14 Millionen Griwna angegeben – obwohl die Fabrik seit Februar 2022 nicht mehr in Betrieb ist. Das Werk wird derzeit für eine Privatisierung vorbereitet, der Verkauf ist für 2026 geplant. Diese Summe wirft Fragen auf, da das Unternehmen seit über zwei Jahren faktisch stillsteht.
Laut Medwids Steuererklärung belief sich sein Gehalt für 2024 auf 13.946.666 Griwna. Seine Ehefrau gab eine Rente von 31.932 Griwna an. Zudem verfügt die Familie über 246.000 US-Dollar in bar. Die Offenlegung dieser Zahlen erfolgt inmitten einer angespannten wirtschaftlichen Lage des Werks.
Umweltprobleme des Standorts
Das Aluminiumwerk in Mykolajiw stellte Anfang 2022 seinen Betrieb ein und befindet sich nun in der Phase der Privatisierungsvorbereitung. Auf dem Gelände lagern rund 47 bis 48 Millionen Tonnen giftigen Rotschlamms, der eine Fläche von etwa 400 Hektar bedeckt – eine erhebliche Belastung für die Umwelt in der Region.
Die Situation um das Mykolajiw-Werk verdeutlicht die schwierige Lage eines Unternehmens, das kurz vor der Privatisierung steht. Das hohe Gehalt des Direktors angesichts der Betriebsruhe lässt Zweifel an der Effizienz der Führung aufkommen, besonders vor dem Hintergrund wachsender ökologischer Risiken.
Die Privatisierung des Werks könnte ein wichtiger Schritt zur Verbesserung seiner finanziellen Stabilität und zur Lösung der Umweltprobleme sein, erfordert jedoch ein sorgfältiges Vorgehen seitens des Staates und potenzieller Investoren.
Lesen Sie auch
- Russlands Benzinproduktion bricht um ein Viertel ein – die Treibstoffkrise verschärft sich
- Bedingungen und Fristen für Ukrainer, um aus der zentralen Heizversorgung auszusteigen
- Ab Juli 2026: Neue Kraftstoffpflicht in der Ukraine – das müssen Autofahrer wissen
- Kreml räumt Treibstoffkrise ein: Lange Schlangen an Tankstellen und verschwundene Benzinsorten
- Strompreise für Unternehmen steigen um 22 Prozent: Das bedeutet das für die Regale im Supermarkt
- Rekordverschuldung der Russen: 45 Billionen Rubel und 22 Millionen hartnäckige Schuldner

