Staatshaushalt: Einnahmen steigen um 16 Prozent – wofür über 546 Milliarden Hrywnja ausgegeben wurden.

Staatshaushalt: Einnahmen steigen um 16 Prozent – wofür über 546 Milliarden Hrywnja ausgegeben wurden
Staatshaushalt: Einnahmen steigen um 16 Prozent – wofür über 546 Milliarden Hrywnja ausgegeben wurden

Einnahmen des ukrainischen Staatshaushalts 2026

Nach Angaben von Novyny.live: In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 flossen dem ukrainischen Staatshaushalt 302,5 Milliarden Hrywnja zu. Das entspricht einem deutlichen Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2025. Die Mehreinnahmen belaufen sich auf 41,7 Milliarden Hrywnja. Die Haupteinnahmequellen des Budgets waren:

  • die Einfuhrumsatzsteuer,
  • die Mehrwertsteuer auf im Inland produzierte Waren,
  • die Einkommensteuer für natürliche Personen,
  • sowie die Kriegsabgabe.

Ausgabenlage und internationale Unterstützung

Im Februar 2026 betrugen die Einnahmen des allgemeinen Fonds des Staatshaushalts 161,9 Milliarden Hrywnja. Trotz der positiven Gesamtentwicklung kam es jedoch zu Planabweichungen: Es wurden 5,9 Milliarden Hrywnja weniger eingenommen als geplant, was einem Minus von 1,9 Prozent entspricht. Konkret wurden die Planwerte insbesondere in folgenden Bereichen verfehlt:

  • bei der Mehrwertsteuer auf inländische Waren um 8,2 Mrd. Hrywnja (12,2 %),
  • bei der Einfuhrumsatzsteuer um 6,3 Mrd. Hrywnja (6,7 %),
  • und bei den Einfuhrzöllen um 489,6 Mio. Hrywnja (5,2 %).
Wie Roxolana Pidlasa, Vorsitzende des Haushaltsausschusses, anmerkte, 'gestaltet sich die Haushaltslage angespannt, ist aber nicht ohne positive Aspekte'.

Die Gesamtausgaben des Staatshaushalts beliefen sich im Januar und Februar 2026 auf 546,5 Milliarden Hrywnja. Dabei wichen die tatsächlichen Ausgaben um 15,3 Prozent vom Plan ab. Die größten Posten im allgemeinen Fonds waren:

  • Verteidigung – 327,4 Milliarden Hrywnja (59,9 % aller Ausgaben),
  • Schuldentilgung – 108,1 Milliarden Hrywnja,
  • Sozialschutz und Veteranenunterstützung – 68,5 Milliarden Hrywnja,
  • Schuldzinsendienst – 49,4 Milliarden Hrywnja.

Weitere bedeutende Positionen waren Grund- und Zusatzsubventionen für lokale Haushalte in Höhe von 36,2 Milliarden Hrywnja, das Programm für medizinische Garantien (25,9 Milliarden Hrywnja) sowie die Gehälter für Lehrkräfte (24,5 Milliarden Hrywnja).

Zusätzlich erhielt die Ukraine internationale Hilfszahlungen in Höhe von 164,3 Milliarden Hrywnja. Einnahmen aus Anleihen der internen Staatsanleihe brachten weitere 125,8 Milliarden Hrywnja ein. Diese Zahlen verdeutlichen die komplexe, aber sich stabilisierende finanzielle Lage des Landes. Die Haushaltsführung erfolgt unter den extremen Bedingungen des Krieges, was die Prioritäten erklärt.

Das 16-prozentige Einnahmenwachstum im Vergleich zum Vorjahr deutet auf positive wirtschaftliche Impulse hin, auch wenn die Februar-Planwerte nicht vollständig erreicht wurden. Die Schwerpunkte der Ausgaben – Verteidigung und soziale Sicherung – spiegeln die zwingenden Prioritäten des Staates in einer Zeit ökonomischer und sicherheitspolitischer Unsicherheit wider. Internationale Hilfe und inländische Kreditaufnahme bleiben dabei unverzichtbare Finanzierungsquellen, um sowohl die Verteidigungsfähigkeit als auch soziale Kernprogramme aufrechtzuerhalten.


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