Ukraine streicht Vergünstigungen für Blutspender: Kein Krankengeld und keine Zuschläge mehr.

Ukraine streicht Vergünstigungen für Blutspender: Kein Krankengeld und keine Zuschläge mehr
Ukraine streicht Vergünstigungen für Blutspender: Kein Krankengeld und keine Zuschläge mehr

Neue Regelungen für Blutspender in der Ukraine

Nach Angaben von Novyny.live: Seit 2023 gelten in der Ukraine überarbeitete Vorschriften für Blutspender, die zu einer Streichung mehrerer Vergünstigungen geführt haben. Konkret entfallen nun das Krankengeld für Spender sowie die Zuschläge für Ehrenspender. Diese gesetzlichen Änderungen betreffen die finanziellen Sicherheiten, die Spender bisher für ihren wichtigen gesellschaftlichen Beitrag erhielten. Die Anpassungen sind Teil einer umfassenderen Reform des Sozialleistungssystems.

Wegfall der Vergünstigungen

Die Abschaffung des Krankengeldes in Höhe von 100 % des Durchschnittsgehalts trat am 26. Januar 2026 in Kraft. Um Anspruch auf diese Leistung zu haben, mussten Spender bisher folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • zwei Blutspenden,
  • vier Plasmaspenden,
  • zwei Thrombozytenspenden mittels Apherese.

Diese Bedingungen berechtigen nun nicht mehr zum Bezug von Krankengeld.

Was die Ehrenspender betrifft – dieser Status wird nach 40 Blutspenden, 60 Plasmaspenden oder 40 Spenden von Blutzellen mittels Apherese verliehen – so erhielten sie bisher einen monatlichen Zuschlag zur Rente in Höhe von 10 % des Existenzminimums. Mit den neuen Regelungen werden diese Zuschläge nicht mehr gewährt. Wurde der Rentenzuschlag jedoch vor dem 25. Januar 2026 bewilligt, wird er weiterhin ausgezahlt.

Die neuen Vorschriften haben somit das System der sozialen Unterstützung für Spender in der Ukraine grundlegend verändert und die Liste der bisherigen Vergünstigungen und finanziellen Zuschläge deutlich verkürzt.

Diese Entwicklung könnte bei potenziellen Spendern Besorgnis auslösen, da der Abbau sozialer Garantien ihre Motivation und Bereitschaft zur Blutspende beeinträchtigen könnte. Die Streichung der Vergünstigungen stellt zudem die Förderung der Blutspende als wichtige gesellschaftliche Initiative infrage, was sich negativ auf die Versorgung medizinischer Einrichtungen mit benötigten Blutbestandteilen auswirken könnte.


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