Experte entlarvt wahren Grund für Hrywnja-Verfall: Nationalbank sitzt auf Rekordreserven.

Experte entlarvt wahren Grund für Hrywnja-Verfall: Nationalbank sitzt auf Rekordreserven
Experte entlarvt wahren Grund für Hrywnja-Verfall: Nationalbank sitzt auf Rekordreserven

Die Lage am ukrainischen Devisenmarkt

Nach Angaben von TSN.ua: Der ukrainische Ökonom Andrij Nowak widerspricht der verbreiteten Annahme, der jüngste Kursverfall der Hrywnja sei auf den Nahostkonflikt zurückzuführen. Stattdessen betont er, dass die Nationalbank der Ukraine über ausreichende Mittel verfüge, um die Landeswährung zu stützen. Konkret halte die Zentralbank mit 57 Milliarden US-Dollar einen Rekordbestand an Gold- und Devisenreserven.

Erst am 13. März erreichte der Dollar auf dem Devisenmarkt ein historisches Hoch. Der durchschnittliche Ankaufskurs lag bei den Banken bei 43,98 Hrywnja, der Verkaufskurs bei 44,55 Hrywnja. Die offiziellen Prognosen für das Jahr 2026 rechnen daher bereits mit einem Wechselkurs von 45 Hrywnja pro Dollar. Zum Vergleich: Noch vor wenigen Monaten lag der Kurs deutlich niedriger.

'Die Nationalbank der Ukraine wurde als Institution geschaffen, um übermäßige Währungsschwankungen einzudämmen.' Andrij Nowak

Nowak kritisierte zudem scharf die Akteure am Markt: 'Das egoistische Interesse der Währungsspekulanten, unter dem Deckmantel des Nahostkrieges schnelles Geld zu verdienen, siegt über die nationalen wirtschaftlichen Interessen.' Mit Blick auf die Zukunft stellte der Experte die provokante Frage: 'Wird der Dollar tatsächlich bei 45 Hrywnja stehen?'

Die Kontrollmacht der Nationalbank

Trotz aller externen Faktoren, die die wirtschaftliche Stabilität bedrohen könnten, bleibt die Lage am ukrainischen Devisenmarkt nach Einschätzung des Ökonomen unter der Kontrolle der Nationalbank. Die Behörde sei jederzeit handlungsfähig.

Die aktuelle Entwicklung zeigt demnach, dass äußere Umstände wie der Krieg im Nahen Osten nicht der entscheidende Faktor für die Dynamik der Hrywnja sind. Die Nationalbank verfügt über ausreichende Reserven, um Währungsschwankungen entgegenzuwirken, was ihre Bereitschaft zur Marktstabilisierung unterstreicht. Die Wechselkursprognosen für die kommenden Jahre deuten zwar auf mögliche Veränderungen hin, doch Experten sind zuversichtlich, dass die NBU diesen Herausforderungen gewachsen ist.


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