Warum Experten jetzt vom Dollar-Kauf abraten: Ein Blick auf die Lage in der Ukraine.
Der Anstieg der Devisenkurse in der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: In der Ukraine verzeichnet der Devisenmarkt einen Aufwärtstrend, der bei Ökonomen Besorgnis auslöst. Sie empfehlen, beim Erwerb von Dollar und Euro Zurückhaltung zu üben. Seit Jahresbeginn hat der Bargeld-Dollar um 2 Hrywnja zugelegt, bleibt aber noch unter der Marke von 45 Hrywnja. Der Euro-Kurs zeigt dagegen kaum Bewegung, was auf eine Stabilisierung seiner Position am Markt hindeuten könnte. Zum Kontext: Die ukrainische Währung steht unter Druck durch wirtschaftliche Unsicherheiten, was die Experten zu ihrer Vorsicht bewegt.
Laut Fachleuten kalkulieren Importeure bereits mit einem Wechselkurs von 45 bis 46 Hrywnja pro Dollar oder mehr in ihren Warenpreisen ein, was die Inflation und die Preispolitik im Land weiter anheizen könnte. Ökonom Oleh Pendsyn betont:
„Der Bargeld-Dollar-Kurs hat noch nicht einmal die 45-Hrywnja-Marke erreicht“, und unterstreicht damit die anhaltende Instabilität auf dem Devisenmarkt.
Gleichzeitig bieten inländische Staatsanleihen (OVDP) eine Rendite von 14%, was für Anleger attraktiv erscheint. Festgeldanlagen in Hrywnja werfen netto etwa 7% ab – eine Alternative für alle, die Devisenrisiken meiden möchten. Diese Zahlen legen nahe, dass Ersparnisse in der Landeswährung unter den aktuellen Bedingungen eine durchaus vernünftige Option sein können.
Ratschläge der Fachleute
Die Experten mahnen zudem zu einem bedachten Vorgehen beim Devisenkauf. Andrij Schewtschyzyn erklärt:
„Es ist wenig sinnvoll, in den Dollar zu investieren, wenn er gerade im Wert steigt“. Andrij Sablowskyj ergänzt: „Jetzt ist die Zeit für eine abwartende Haltung“, und hebt die Bedeutung einer strategischen Herangehensweise an Währungsgeschäfte in Zeiten der Unsicherheit hervor.
Die Lage am ukrainischen Devisenmarkt deutet auf mögliche Risiken für die Wirtschaft hin, insbesondere durch den potenziellen Einfluss auf die Inflation. Ein steigender Dollar-Kurs könnte Importeure dazu veranlassen, ihre Preise zu erhöhen, was wiederum die Kaufkraft der Bevölkerung schmälern würde. Unter diesen Umständen sollten Investoren Alternativen wie OVDP oder Hrywnja-Einlagen in Betracht ziehen, die stabilere Erträge versprechen.
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