Tierretterin stirbt auf Brücke in Druzhkivka – sie blieb wegen ihres Mannes in der Stadt.
Das Schicksal von Olha Kusmenko
Nach Angaben von Espreso.tv: Olha Kusmenko, eine freiwillige Helferin der Stiftung '12 Wächter', kam auf einer Brücke in Druzhkivka ums Leben. Sie rettete Tiere und weigerte sich, die Stadt zu verlassen, weil ihr Ehemann nicht evakuiert werden wollte. Olha war eine feste Größe in der Stiftung und kümmerte sich intensiv um die Vermittlung von Tieren. Ihr letzter Erfolg war die Unterbringung eines Hundes namens Buba.
Zuletzt meldete sie sich am 7. Juli. Ihr Körper wurde von ihrem Mann auf der Brücke in Druzhkivka gefunden. Diese Region und die umliegenden Gebiete in der Oblast Donezk sind bereits mehrfach Schauplatz von Todesfällen unter Freiwilligen gewesen. So starb etwa in Slowjansk der Helfer und Militärseelsorger Jaroslaw Pawenko durch einen russischen Beschuss. Auch nahe Tschassiw Jar führte ein Angriff auf ein Fahrzeug mit ausländischen Freiwilligen zum Tod von Bürgern aus Spanien und Kanada.
Lebensgefahr im Einsatz
Der Tod von Olha Kusmenko zeigt erneut, unter welch gefährlichen Bedingungen Freiwillige in der Ukraine arbeiten – besonders in Kampfgebieten. Ihr uneingeschränkter Einsatz für die Rettung von Tieren und die Unterstützung der Gemeinschaft wird als Beispiel für den Heldenmut all jener in Erinnerung bleiben, die trotz widrigster Umstände weitermachen.
Dieser Vorfall verdeutlicht nicht nur die Risiken für Freiwillige in der Ukraine, sondern auch, wie unverzichtbar ihre Arbeit in Kriegszeiten ist. Viele von ihnen helfen trotz der Gefahren weiter – Menschen und auch obdachlosen Tieren. Die Tragödie mahnt zudem, die Sicherheit aller in Konfliktregionen Tätigen zu verbessern, und lenkt den Blick auf den Mut derjenigen, die täglich ihr Leben für andere riskieren.
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