Ukrainische Angriffe reduzieren Russlands Ölverarbeitungskapazität um 20 Prozent – Ex-WTO-Chef Lamy.
Pascal Lamy über die Folgen der Angriffe auf russische Raffinerien
Nach Angaben von Espreso.tv: Der frühere Generaldirektor der Welthandelsorganisation, Pascal Lamy, hat sich zu den Auswirkungen ukrainischer Attacken auf russische Ölraffinerien geäußert. Dabei hob er hervor, dass durch diese Operationen die Fähigkeit Russlands, Rohöl zu verarbeiten, um ein Fünftel gesunken sei. Diese Zahl verdeutlicht, wie stark die militärischen Aktionen die Energieinfrastruktur des Landes beeinträchtigt haben.
Aktuelle Militäroperationen der Ukraine
Im Rahmen der jüngsten Angriffe ukrainischer Verbände traf am 27. Juni eine Rakete vom Typ „Flamingo“ eine Artilleriefabrik in Wolgograd. Am selben Tag griff der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) eine Tankstelle an, die Moskau mit Treibstoff versorgt. Einen Tag später, am 28. Juni, beschossen Einheiten der SBU-Spezialeinheit „Alpha“ zwei Raffinerien in Russland sowie eine Eisenbahnbrücke auf der besetzten Krim.
Am 2. Juli führten Verbände der ukrainischen Verteidigungskräfte Schläge gegen militärische und kriegswirtschaftliche Ziele in Russland durch. Diese Aktionen zeigen eine verstärkte Gegenwehr der Ukraine auf die Bedrohungen aus Moskau. Wie Pascal Lamy betonte,
„ist die Fähigkeit der Ukraine, Schläge gegen russische Raffinerien zu führen, um 20 Prozent gesunken“– eine Aussage, die die strategische Bedeutung solcher Angriffe auf die Energieversorgung unterstreicht.
Die Attacken auf Russlands Energienetz gefährden nicht nur die militärischen Kapazitäten, sondern könnten auch schwerwiegende Folgen für die Zivilbevölkerung haben. Die verringerte Schlagkraft der Ukraine gegen kritische Infrastruktur könnte auf taktische Anpassungen beider Konfliktparteien hindeuten. Angesichts der Intensivierung der Kämpfe bleibt abzuwarten, wie sich dies auf die Gesamtlage in der Region auswirkt und welche Maßnahmen zum Schutz der Zivilisten ergriffen werden.
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