Russlands Raketenvorräte: Ein Experte entschlüsselt die Produktionsdaten.
Einblicke in Russlands Raketen- und Drohnenproduktion
Nach Angaben von Espreso.tv: Der ukrainische Militärelektronik-Experte und Berater des Verteidigungsministers, Serhij Beskrestnow, hat neue Details zu Russlands Beständen an Raketen und Drohnen offengelegt. Besonders bemerkenswert sind die Produktionsdaten der ballistischen Raketen. So tragen die „Iskander“-Raketen des Typs 9M723 das Herstellungsjahr 2025, und ihr Lagerbestand wird auf mindestens 180 bis 250 Stück geschätzt. Die Produktion der „Zirkon“-Marschflugkörper ist für 2026 vorgesehen, ebenso wie die der Raketen vom Typ Ch-101 und Ch-59, wobei letztere zusätzlich für das dritte Quartal 2025 geplant sind. Auch die Rakete 400 (RM48U) soll ab 2026 vom Band laufen.
Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, dass Russland in der Lage sei, monatlich etwa 120 ballistische Raketen zu produzieren. Beskrestnow widerspricht dieser Einschätzung jedoch nicht direkt, sondern relativiert sie: Die Produktionskapazitäten für Drohnen und Raketen seien nicht ausreichend, um nennenswerte Vorräte anzulegen. Er betont:
„Man kann allgemein sagen, dass die Produktion von Drohnen und Raketen in der Russischen Föderation es nicht erlaubt, große Lagerbestände aufzubauen – fast alles geht direkt an die Front.“ – Serhij Beskrestnow
Wie die Produktionsdaten die Kriegsführung beeinflussen
Der Experte wies darauf hin, dass sich aus den Herstellungsdaten indirekt Rückschlüsse auf die Waffenbestände des Gegners ziehen lassen. Diese Information ist besonders wertvoll, um die militärischen Fähigkeiten Russlands besser einschätzen zu können.
Die aktuellen Zahlen verdeutlichen die Bedeutung von Rüstungsproduktion und -beständen für den anhaltenden Konflikt. Für die Ukraine und ihre Verbündeten ist es entscheidend zu verstehen, wie schnell Russland seine Waffenarsenale auffüllen kann. Nur so lassen sich eigene Verteidigungsstrategien und Gegenmaßnahmen effektiv planen und anpassen.
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