Experten warnen vor zweitem Tschernobyl durch russische Angriffe auf ukrainische AKW.

Experten warnen vor zweitem Tschernobyl durch russische Angriffe auf ukrainische AKW
Experten warnen vor zweitem Tschernobyl durch russische Angriffe auf ukrainische AKW

Atomkraftwerke in der Ukraine im Visier

Nach Angaben von TSN.ua: Der Leiter des Zentrums für Funktechnologien, Serhij Beskrestnow, warnt vor katastrophalen Folgen möglicher russischer Angriffe auf ukrainische Atomkraftwerke. Seiner Einschätzung nach könnten Trefferfehler feindlicher Waffen zu einem 'zweiten Tschernobyl' führen. Der Experte betont, dass bereits eine Abweichung sogenannter 'hochentwickelter' Waffensysteme im Umkreis von 300 Metern um einen Reaktor fatale Konsequenzen haben könnte. Die Gefahr für die gesamte Region wäre immens.

Beskrestnow, der unter dem Rufnamen 'Flash' bekannt ist, verwies insbesondere auf die geringe Treffgenauigkeit der russischen 'Kinzhal'-Raketen, was das Unfallrisiko deutlich erhöhe. Als Beleg für deren Unzuverlässigkeit nannte er einen Vorfall vom November 2025, bei dem eine solche Rakete in Ternopil ein Wohnhaus statt des anvisierten Werks traf. Besorgniserregend ist zudem, dass die Besatzer bis Mitte Januar bereits zehn kritische Infrastrukturobjekte in neun ukrainischen Regionen ausgespäht haben sollen.

Schutz der kerntechnischen Anlagen ist überlebenswichtig

'Bereits eine Abweichung sogenannter "hochentwickelter" Waffensysteme im Umkreis von 300 Metern um einen Reaktor kann fatale Konsequenzen haben.' - Serhij Beskrestnow

Der Experte kommentierte auch Äußerungen von Präsident Wolodymyr Selenskyj und dem militärischen Nachrichtendienst, wonach Russland gezielt Schläge gegen Stromübertragungsanlagen plane. Beskrestnow unterstrich die existenzielle Bedeutung des Schutzes kerntechnischer Anlagen, da deren Verletzlichkeit zu schwerwiegenden ökologischen und humanitären Katastrophen führen könnte. Die Sicherheit der AKW ist in einem aktiven Kriegsgebiet eine permanente Herausforderung.

Die Warnung von Serhij Beskrestnow unterstreicht die prekäre Sicherheitslage der ukrainischen Atomkraftwerke angesichts der anhaltenden Kriegshandlungen. Angesichts der potenziell verheerenden Folgen eines Treffers ist ein höchstmögliches Schutzniveau und schnelle Reaktionsfähigkeit unabdingbar. Die durch den Einsatz unpräziser Waffen steigenden Risiken bedrohen nicht nur die Energieinfrastruktur, sondern fundamental das Leben der Menschen in der Umgebung dieser Anlagen.


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