Tanklaster-Fahrer legen Arbeit nieder: Logistik in der Krim bricht zusammen.
Logistische Lage auf der Krim
Nach Angaben von UATV: Die Versorgungssituation auf der vorübergehend besetzten Krim verschlechtert sich zusehends. Grund sind Angriffe auf zentrale Verkehrsknotenpunkte, insbesondere die Tschonhar-Brücke, die zwischen Dschankoj, Henitschesk und Melitopol die Hauptverkehrsader bildet. Die jüngsten Treffer haben dieser wichtigen Verbindung erheblichen Schaden zugefügt.
„Die Tschonhar-Brücke ist extrem wichtig für die Logistik zwischen Dschankoj und Henitschesk; von dort führt die Route weiter in Richtung Melitopol.“
Eskender Bariew, Logistikexperte
Nach den Angriffen auf die Brücke wurden vier große Durchschlaglöcher gezählt. Der Verkehr wurde zwar auf eine Gegenfahrbahn umgeleitet, doch die Durchfahrt blieb stark beeinträchtigt. Auch auf der Arabat-Nehrung kommt es zu Störungen, nachdem die Brücke zwischen Henitschesk und diesem Gebiet getroffen wurde. Bariew zufolge ist die Arabat-Nehrung faktisch ein Teil der krimschen Logistikzone. Dadurch wird die Lieferung von Waren und Dienstleistungen auf der Halbinsel zusätzlich erschwert.
Die Kerch-Brücke versucht man derweil nicht zu überlasten, um weitere Risiken zu vermeiden.
Die Lage bleibt also angespannt, und weitere Schläge gegen die Transportinfrastruktur könnten die Versorgungsengpässe noch verschärfen. Die zunehmenden logistischen Schwierigkeiten zeigen, vor welchen enormen Herausforderungen die Besatzungsverwaltungen bei der Aufrechterhaltung stabiler Lieferketten stehen. Solche Infrastrukturschäden gefährden nicht nur den Warenverkehr, sondern belasten auch die ohnehin geschwächte Wirtschaft der Region.„Nach den vorherigen Angriffen auf die Kerch-Brücke vermeiden sie es, sie zu stark zu belasten.“
Eskender Bariew, Logistikexperte
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