Die Regierung führt eine Nullquote für den Export von Schrott ein: Was bedeutet das für die Wirtschaft.
Nach Angaben von ТСН: Der Präsident der OП 'Ukrmetallurgprom', Oleksandr Kalenkov, sprach in einem Interview mit dem GMK Center über die Situation mit dem Export von Metallschrott in der Ukraine. Er wies darauf hin, dass dieses Thema eine Bedrohung für die Arbeit der Unternehmen des Rohstoff- und Metallsektors darstellen und einen Mangel an Schrott im Land verursachen könne. Zu Beginn des Jahres wandten sich die Metallurgen an die Regierung mit der Bitte, den Export dieses strategischen Rohstoffs zu begrenzen.
Kalenkov betonte, dass der Export von Schrott bis Ende September 2025 bereits 312.000 Tonnen erreicht hat, was 54 % mehr ist als im ganzen Jahr 2024. 'Angesichts solcher ungünstigen Tendenzen, die der Wirtschaft des Landes drohen, hat die Regierung erste Schritte unternommen, um eine staatliche Entscheidung zu treffen – den Export von Metallschrott vorübergehend zu begrenzen', bemerkte er.
Unterstützung der Nullquote
Kalenkov bezeichnete die Initiative der Regierung zur Einführung einer Nullquote für den Export von Metallschrott ab dem 1. Januar 2026 als 'wirtschaftlich gerechtfertigt'. Er betonte, dass Metall, das aus Schrott hergestellt wird, dem Budget 8-10 Mal mehr einbringt als der Rohmaterialschrott. 'Nach unseren Schätzungen betrugen die Verluste an Deviseneinnahmen durch dieses Schema in 9 Monaten 0,5-1,1 Milliarden USD', fügte Kalenkov hinzu.
Soziale Folgen
Kalenkov wies auch auf den sozialen Aspekt hin, da sich die meisten metallurgischen Werke in den frontnahen Regionen befinden. 'Ein Arbeitsplatz in der metallurgischen Produktion schafft 4-5 Arbeitsplätze in verwandten Branchen. Wenn man die Metallurgen, ihre Kollegen und ihre Familien berücksichtigt, handelt es sich um etwa 1 Million Ukrainern', bemerkte er.
Herausforderungen und Probleme
Der Präsident von 'Ukrmetallurgprom' betonte auch, dass die Nullquote und die Exportabgabe in Höhe von 180 EUR/Tonne helfen werden, Metallschrott im Land zu halten. 'Die Abgabe blockiert den direkten Export nach Türkei, hat jedoch keinen Einfluss auf den Handel mit EU-Ländern. Unlautere Exporteure verbringen Schrott transit nach europäischen Häfen, von wo aus er in die Türkei und Indien weitergeleitet wird', erklärte er. 'Daher wird der größte Teil des ukrainischen Schrotts über EU-Häfen geleitet und nicht den europäischen Metallurgen überlassen, was bedeutet, dass die EU und die Ukraine faktisch 'Wettbewerber füttern', betonte er und verwies auf den möglichen Widerstand gegen die Einführung der Nullquote seitens der Exporteure.
Die Diskussion über den Export von Metallschrott in der Ukraine wird vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Herausforderungen und sozialer Folgen für die Regionen, in denen metallurgische Unternehmen angesiedelt sind, immer wichtiger. Die erfolgreiche Umsetzung der Nullquote könnte sich erheblich auf die Situation in der Branche auswirken und die lokale Produktion und Arbeitsplätze in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage unterstützen.
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