EU beschließt umfangreiche Unterstützung: 20. Sanktionspaket und 90-Milliarden-Kredit für die Ukraine.
EU-Außenminister beraten über Ukraine-Krieg und Russland-Sanktionen
Nach Angaben von UATV: Die Außenminister der Europäischen Union haben am 23. Februar 2023 über die anhaltende Aggression Russlands und die Unterstützung für die Ukraine beraten. Im Zentrum standen zwei konkrete Maßnahmen: die Verabschiedung des 20. Sanktionspakets gegen Russland und die Prüfung eines Kredits in Höhe von 90 Milliarden Euro zur Stützung der ukrainischen Wirtschaft. Diese finanziellen Hilfen sind ein zentraler Pfeiler für den Wiederaufbau des Landes. Die Beratungen fanden am Vorabend des traurigen Jahrestags des großangelegten russischen Überfalls statt, was den Diskussionen zusätzliche Dringlichkeit verlieh.
Die estnische Ministerpräsidentin Kaja Kallas verwies auf diesen Zusammenhang und betonte:
„Morgen jährt sich dieser schreckliche Krieg zum vierten Mal. Daher wird es natürlich eine Diskussion über das 20. Sanktionspaket geben.“ - Kaja Kallas
Ein weiterer Streitpunkt war die Unterbrechung ukrainischer Öllieferungen nach Ungarn. Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó hinterfragte die Entscheidung Kyiews, diese nicht wieder aufzunehmen. Dazu merkte Andrij Sybiha an, dass das Verhalten Budapests und Bratislavas derzeit nur dem russischen Aggressor in die Hände spiele. Die Debatte offenbarte damit erneut tiefe Gräben innerhalb der EU in der Russland-Politik.
Emotionale Appelle und klare Worte
In der emotional geführten Diskussion brachte der polnische Außenminister Radosław Sikorski sein Unverständnis über die Haltung Ungarns zum Ausdruck:
„Mich schockiert zutiefst die Tatsache, dass die Ukraine sich gegen die russische Armee verteidigt – und die Ungarn einst selbst wussten, wie sich das anfühlt.“ - Radosław Sikorski
Das Treffen markierte einen wichtigen Schritt zur weiteren Isolierung Russlands und zur langfristigen Absicherung der Ukraine. Die beschlossenen Sanktionen und die massive finanzielle Zusage unterstreichen den europäischen Willen, die Stabilität der Ukraine zu sichern und der russischen Aggression entschlossen entgegenzutreten. Die Spannungen bleiben hoch, und das weitere Vorgehen der internationalen Gemeinschaft wird für die Zukunft der gesamten Region entscheidend sein.
Lesen Sie auch
- EU-Staaten fordern von Brüssel strengere Regeln für Schengen-Visa an Russen
- EU-Kommissar fordert Aufrüstung der Ukraine: 90 Milliarden Euro für Verteidigung
- Polens Außenminister: Russland fehlt die Kraft für einen Großangriff auf die NATO – Provokationen aber möglich
- Energiesicherheit in Gefahr: Budapest wirft Kiew Angriffe auf die „Türkische Pipeline“ vor
- Ungarns Premier warnt Europa: Ohne Ende der Russland-Sanktionen droht eine Wirtschaftskrise
- Sibiga verurteilt Szijjártós Berichterstattung an den Kreml als „widerlich“

