EU bei Friedensgesprächen zu Ukraine abseits: Kritik aus dem Europaparlament.
EU-Rolle in der Ukraine-Diplomatie unter Beschuss
Nach Angaben von UATV: Der litauische Europaabgeordnete Petras Auštrevičius sieht die Europäische Union im Ringen um Frieden für die Ukraine abgehängt. Er äußerte deutliche Kritik daran, dass die EU zu spät zu den Verhandlungen gekommen sei. Zwar betonte Auštrevičius die Notwendigkeit einer aktiven Rolle der Union bei der Konfliktlösung, verwies jedoch darauf, dass Russland sämtliche EU-Vorschläge für eine friedliche Einigung bisher zurückgewiesen habe.
Die Lage verlange zwingend, dass die Europäische Union am Verhandlungstisch präsent sei, so der Politiker weiter. Bilaterale Kontakte zwischen großen EU-Staaten und Moskau hält er für wenig sinnvoll. Seiner Einschätzung nach fürchte Russland gerade die geschlossene Kraft der EU – ein Zeichen dafür, wie wichtig gemeinsames Handeln zur Unterstützung der Ukraine sei. Diese Haltung Moskaus unterstreicht, warum europäische Einigkeit von strategischer Bedeutung ist.
Appell für Geschlossenheit und Vertrauen
Auštrevičius legte den Fokus auf Vertrauen, Geschlossenheit und eine klare Unterstützungspolitik der EU gegenüber der Ukraine. Diese Elemente seien entscheidend für eine mögliche friedliche Beilegung des Konflikts. Eine zentrale Rolle in der Außenpolitik der 27 Mitgliedstaaten spielt dabei auch die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell.
„Die Ausführungen von Auštrevičius unterstreichen die Dringlichkeit und Bedeutung der Rolle der Europäischen Union bei der Beilegung des Ukraine-Konflikts, insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Aggression Russlands.“
Petras Auštrevičius
Da die Friedensverhandlungen zunehmend komplexer werden, könnte eine aktive EU-Position entscheidend für die Stabilität in der Region und den Wiederaufbau von Vertrauen zwischen den Konfliktparteien sein. Eine stärkere Einbindung der EU in die Gespräche würde zudem ihre Position auf der internationalen Bühne festigen, denn die Frage von Sicherheit und Frieden in der Ukraine steht im Zentrum der europäischen Sicherheitspolitik.
Lesen Sie auch
- UN-Generalsekretär fordert sofortige Waffenruhe im Nahen Osten
- EU-Spitzenreise nach Kiew zum Jahrestag des Kriegsbeginns
- Italiens EU-Politik: Balkan vor Ukraine – Warum Rom Prioritäten setzt
- Die Schaffung eines Spezialtribunals für Putin ist möglich auf Basis des Europarates: Datum genannt
- Der ehemalige Minister Kuleba hat einen neuen Job gefunden
- Borrell nannte die Bedingung für die Fortsetzung der Unterstützung für die Ukraine

