Zwei ukrainische Waisenkinder kehrten schwanger aus der Türkei zurück: Ermittlungen.
Nach Angaben von ТСН: Nach der Evakuierung ukrainischer Waisenkinder in die Türkei zu Beginn des Krieges mit Russland kehrten zwei Jugendliche schwanger nach Hause zurück. Dies wurde von Hotelmitarbeitern bekannt, in denen diese Kinder wohnten.
Die Nachricht wurde von Journalisten des investigativen Programms „Sledstviya.Info“ veröffentlicht, die das Schicksal der Kinder während ihrer Evakuierung untersucht haben.
Zu Beginn des Krieges wurden etwa 3500 Waisenkinder aus der Dnipropetrowsk-Region in die Türkei evakuiert. Der Transport, die Unterbringung und Begleitung der Kinder wurden von der Wohltätigkeitsorganisation von Ruslan Shostak, einem bekannten Geschäftsmann, organisiert. Das Projekt trägt den Namen „Kindheit ohne Krieg“.
Sexuelle Gewalt und Druck
Journalisten erhielten einen Bericht des ukrainischen Ombudsmanns, der bestätigt, dass Kinder gezwungen wurden, an Werbespots teilzunehmen, und in einigen Fällen Gewalt angewendet wurde. Die beiden Mädchen, die 15-jährige Nastya und die 17-jährige Ilona, kehrten schwanger von Hotelangestellten nach Hause zurück.
„Das Personal der Stiftung steht täglich in Kontakt mit den Kindern und hat rund um die Uhr ungehinderten Zugang zu ihren Ausbildungs- und Wohnorten, was mögliche sexuelle Verbrechen gegen Kinder und Gewaltanwendungen möglich macht“, heißt es in dem Bericht.
Schwangerschaftsfälle unter Kindern
Sieben Kinder, die sich in der Türkei befanden, bestätigten die Fakten aus dem Bericht des Ombudsmanns. Nastya und Ilona, die aus der Türkei zurückkehrten, sind bereits in der Ukraine Mütter geworden. Nastya war zum Zeitpunkt der Rückkehr schwanger, erhielt jedoch keine medizinische Hilfe in der Türkei und wandte sich erst in der Ukraine an einen Arzt.
Die Betreuer wussten von den Beziehungen der Mädchen zu den Hotelangestellten, reagierten jedoch nicht. Die Mädchen trafen sich mit erwachsenen Männern aus dem Personal. Nastya begann eine Beziehung zu einem 23-jährigen Mann namens Mami, und Ilona mit einem 21-jährigen Salih.
Ermittlungen und Verantwortung
Nach Feststellung von Gewaltfällen leitete die ukrainische Polizei Ermittlungen ein, aber ein Jahr später wurde der Fall geschlossen, und keiner der Schuldigen wurde bestraft. Die einzige Maßnahme war die Herabstufung des leitenden Erziehers zum Sportlehrer.
„Die Verantwortung für diese Geschichte liegt nicht bei der Stiftung, sondern bei den Personen, die für die Kinder verantwortlich waren“, behauptet Ruslan Shostak.
Es wurde auch ein Fall bekannt, in dem ein 15-jähriges Mädchen in der Ukraine ein Kind zur Welt brachte und es im Müll entsorgte. Auch dieser Situation gingen Ereignisse voraus, die mit einer Vergewaltigung zusammenhingen.
Die Strafverfolgungsbehörden setzen die Ermittlungen fort, um die Verantwortlichen für die Verstöße gegen die Rechte der Kinder zu finden.
Diese schreckliche Situation unterstreicht erneut die Bedeutung des Schutzes der Rechte von Kindern, insbesondere unter Kriegsbedingungen, wenn sie besonders verletzlich werden. Die Reaktion der Gesellschaft und der entsprechenden Behörden auf festgestellte Verstöße muss angemessen sein, um zu verhindern, dass solche tragischen Fälle in der Zukunft wiederholt werden.
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