Geld aus Brüssel in Gefahr: Venedigs Biennale droht EU-Förderung zu verlieren.
Russlands Teilnahme als Zündstoff
Nach Angaben von TSN.ua: Die Teilnahme Russlands an der 61. Internationalen Kunstausstellung der Biennale in Venedig könnte für die Veranstaltung teuer werden. Die Europäische Komission erwägt, die prestigeträchtige Kunstschau von der EU-Förderung auszuschließen. Es wäre das erste Mal seit Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine im Februar 2022, dass eine kulturelle Einrichtung aus diesem Grund Gelder verliert.
Die Zulassung Russlands hatte bereits scharfe Proteste des ukrainischen Außenministeriums ausgelöst. In einer gemeinsamen Stellungnahme auf der Website der EU-Komission brachten die für Kultur zuständigen Kommissare Hennna Virkkunen und Glenn Micallef ihre Ablehnung zum Ausdruck.
„Die Europäische Kommission hat ihre Haltung zum illegalen und aggressiven Krieg Russlands gegen die Ukraine klar zum Ausdruck gebracht“, so Virkkunen. Sie betonte, dass Kultur demokratische Werte fördern und schützen müsse und niemals als Plattform für Propaganda dienen dürfe.
Ein Imageschaden für die gesamte Kulturbranche
Ihr Kollege Glenn Micallef fügte hinzu:
„Die Entscheidung der Biennale-Stiftung, russische Teilnehmer zuzulassen, widerspricht der gemeinsamen Position der Europäischen Union zur Aggression Russlands.“Damit steht nicht nur die finanzielle Unterstützung für die Biennale auf dem Spiel, sondern auch die Reputation internationaler Kulturveranstaltungen in einer Zeit geopolitischer Konflikte. Die Kunstwelt sieht sich zunehmend mit der Erwartung konfrontiert, klare Haltung zu zeigen.
Der Fall verdeutlicht die wachsende Spannung zwischen dem Anspruch der Kunst auf Offenheit und den politischen Realitäten in Europa. Die Kritik aus Kiew und Brüssel zeigt, wie wichtig die Abstimmung kultureller Initiativen mit politischen Grundsätzen in Kriegszeiten geworden ist. Ein Förderstopp hätte weitreichende Folgen für die Organisatoren und Teilnehmer und würde die Debatte über die Rolle der Kultur in internationalen Konflikten weiter anheizen.
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