EU-Kommission stellt klar: Keine Abschiebung ukrainischer Männer im wehrfähigen Alter.
Die Lage ukrainischer Flüchtlinge in der EU
Nach Angaben von TSN.ua: Die EU-Innenkommissarin Ylva Johansson hat bekräftigt, dass die Europäische Union keine ukrainischen Männer im mobilisierungsfähigen Alter in ihre Heimat zurückweisen wird. Diese Aussage fiel im Rahmen der Diskussion über den Status derjenigen, die seit Kriegsbeginn ins Ausland geflohen sind. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich in einem Interview mit dem Tschechischen Rundfunk ebenfalls zu seinen Landsleuten, die durch den Krieg zur Flucht gezwungen wurden. Die EU stellt sich damit bewusst nicht in den Weg einer möglichen Rückkehr.
Statistiken zur Fluchtbewegung
Seit Beginn der groß angelegten russischen Invasion haben etwa 540.000 Männer im wehrpflichtigen Alter die Ukraine verlassen. Von diesen reisten schätzungsweise 470.000 legal aus, während mindestens 70.000 die Grenzen auf illegalem Weg überschritten. Im Zusammenhang mit den Ereignissen im Herbst 2025 wurde zudem registriert, dass rund 78.000 junge Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren das Land verließen. Diese Zahlen verdeutlichen die Dimension der demografischen Herausforderung für die Ukraine.
Der tschechische Außenminister Jan Lipavský betonte, dass Prag keine Unterstützung für Dienstverweigerer leiste und die Einhaltung von Gesetzen und Regeln wichtig sei. EU-Kommissarin Johansson hob zudem die Unterstützung für Rückkehrwillige hervor und erklärte, die EU sei bereit, mit der ukrainischen Regierung die besten Wege für eine solche Rückführung zu erörtern.
„Wir müssen verstehen, dass der Krieg uns Leid gebracht hat.“
Wolodymyr Selenskyj
Die Situation unterstreicht die komplexe Lage der Kriegsflüchtlinge und ihren Wunsch nach einer Heimkehr. Die Europäische Union zeigt sich einerseits unterstützend, muss andererseits aber auch die rechtlichen Rahmenbedingungen ihres Aufenthalts wahren. Dies stellt die ukrainische Führung vor die schwierige Aufgabe, im Kontext des anhaltenden Krieges ausgewogene Lösungen für ihre Bürger im Ausland zu finden.
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