Brüssel drängt Belgrad: Serbien soll Visa-Regeln für Russen verschärfen.
EU-Kommission warnt vor Sicherheitslücke durch serbische Pässe für Russen
Nach Angaben von UATV: Die Europäische Union fordert Serbien auf, seine Einreisebestimmungen an die gemeinsame EU-Visapolitik anzupassen. Hintergrund ist die Sorge, dass die Vergabe der serbischen Staatsbürgerschaft an russische Staatsangehörige ein Sicherheitsrisiko darstellen könnte. Guillaume Mercier, Sprecher der Europäischen Kommission, betonte, dass der jährliche Erweiterungsbericht für 2025 Belgrad erneut zu einer solchen Angleichung auffordert. Bereits im Vorjahresbericht wurde die Möglichkeit thematisiert, dass diese Praxis eine Gefahr für die innere Sicherheit der EU bedeuten könnte.
„Unser Erweiterungsbericht für 2025 empfiehlt Serbien, seine Politik weiter an die EU-Visaregeln anzupassen und die Einreise von Drittstaatsangehörigen streng zu kontrollieren – insbesondere aus Ländern, die ein Sicherheitsrisiko oder eine illegale Migrationsgefahr darstellen.“ – Guillaume Mercier
Der EU-Sprecher unterstrich die Notwendigkeit strenger Überprüfungen bei visumfreien Einreisen aus Drittstaaten, vor allem aus jenen Ländern, die eine potenzielle Gefahr für die Sicherheit oder ein erhöhtes Risiko unerlaubter Zuwanderung bergen. Diese Empfehlungen sind nach wie vor gültig und unverändert.
Belgrad vor Richtungsentscheidung
Angesichts des Drucks aus Brüssel erwägt Serbien nun, die Visumfreiheit für russische Staatsbürger auszusetzen. Dies zeigt, wie ernst die Lage eingeschätzt wird und wie sehr das Land seine Verpflichtungen gegenüber der Europäischen Union ernst nimmt.
Die Entwicklung verdeutlicht die größeren geopolitischen Spannungen, mit denen Europa konfrontiert ist – insbesondere vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs und dessen Folgen. Eine Angleichung der serbischen Visaregeln an die EU-Standards könnte entscheidend dafür sein, die Sicherheit sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene zu gewährleisten. Darüber hinaus könnte dieser Schritt die Beziehungen zwischen Belgrad und Moskau belasten, da die Abschaffung des visumfreien Reiseverkehrs als symbolischer Akt zur Stärkung der europäischen Integration Serbiens gewertet werden könnte.
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