Finnland bereitet sich auf steigende Zahl von Migranten an der Grenze zu Russland vor.
Finnland erwartet einen wachsenden Zustrom von Flüchtlingen, die über Russland an seine Grenze gelangen. Deshalb planen sie zusätzliche Maßnahmen, um diesen Zustrom zu stoppen. Diese Informationen wurden von der Agentur Reuters veröffentlicht.
Laut finnischen Grenzschützern sind im November etwa 900 Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern wie Afghanistan, Kenia, Marokko, Pakistan, Somalia, Syrien und dem Jemen in Finnland angekommen.
In Finnland wurden bereits alle Grenzübergänge zur russischen Grenze geschlossen, mit Ausnahme eines, aber dennoch werden neue Migranten erwartet.
Finnlands Ministerpräsident Petteri Orpo gab bekannt, dass die Aufklärung darauf hindeutet, dass Menschen immer noch in Richtung der Grenze gehen. Wenn dieser Zustrom anhält, werden bald neue Maßnahmen dazu ergriffen.
Finnlands Behörden beschuldigen den Kreml, russische Migranten gezielt an die Grenze zu lenken.
Es ist auch erwähnenswert, dass die finnischen Behörden möglicherweise vor Weihnachten sieben der acht Grenzübergänge zu Russland früher öffnen werden, d.h. vor dem geplanten Datum des 18. Februar.
Am 18. November schloss Finnland vier Grenzübergänge in Südostfinnland, da die russische Seite vorsätzlich Drittstaatsangehörige einreisen ließ.
Am Mittwoch beschloss die Regierung, zusätzlich bis zum 23. Dezember drei weitere Grenzübergänge zu schließen und nur einen – den nördlichsten Rajajooseppi – offen zu lassen, da der Zustrom von fortgeschrittenen und risikobereiten Asylantragstellern noch nicht abnimmt.
In Polen wird erwartet, dass sich die Situation mit den Flüchtlingen an der finnisch-russischen Grenze verschlechtern wird.
Lesen Sie auch
- EU verlängert Schutzstatus für Ukrainer bis 2028: Diese Gruppen sind ausgenommen
- EU-Rat verlängert Schutzstatus für Ukrainer bis 2028 – neue Regelungen betreffen vor allem Männer
- EU-Kommissar bestätigt Verlängerung des Schutzes für Ukrainer bis 2027: Betrifft das auch Männer?
- Finnland verlängert Grenzschließung zu Russland: Das ändert sich für Ukrainer
- Kreml-Propaganda mit KI und Deepfakes: Wie falsche Migranten-Videos Panik schüren
- EU sichert über 1,15 Millionen Ukrainern Schutz: Neue Regeln betreffen nur Neuanträge

