Unterricht in der Tiefe: Wie 20.000 Schüler in Charkiw den Schulalltag im U-Bahn-System meistern.
Bildung in Charkiw: Neue Herausforderungen und kreative Antworten
Nach Angaben von Novyny.live: Fast 20.000 Kinder, was 38 Prozent aller Schülerinnen und Schüler der Stadt entspricht, besuchen in Charkiw einen besonderen Unterrichtsort: Schulen unter der Erde. Um den Unterrichtsbetrieb auch in unsicheren Zeiten zu gewährleisten, wurden acht unterirdische Schulen eingerichtet. Die erste nahm ihren Betrieb im Jahr 2024 auf, sechs weitere folgten 2025. Im Januar 2026 kam eine achte hinzu.
Insgesamt gibt es in der Stadt derzeit 21 gesicherte Bildungseinrichtungen, in denen Kinder in einem sicheren Umfeld lernen können. Um die große Anzahl an Schülerinnen und Schülern unterzubringen, findet der Unterricht in zwei Schichten statt.
„Die Bildung in Charkiw ist ein untrennbarer Teil des ungebrochenen Charkiws.“
Olha Demenko, Vertreterin der Bildungsbehörden
Sie betonte außerdem: „Es sind echte Schulen, nur eben unter der Erde“, und fügte hinzu, dass man bereits an sieben U-Bahn-Stationen solche unterirdischen Lernorte eingerichtet habe. Dies zeigt den innovativen Ansatz, mit dem der Unterricht organisiert wird, wenn die Sicherheit der Kinder oberste Priorität hat.
Die Eröffnung der U-Bahn-Schulen ist ein deutliches Zeichen dafür, wie sich das Bildungssystem in Charkiw an die neuen, durch die Sicherheitslage bedingten Herausforderungen anpasst. Angesichts des Krieges und der bestehenden Bedrohungen sind solche Einrichtungen nicht nur eine Alternative, sondern eine Notwendigkeit, die eine sichere Umgebung für die Kinder schafft. Dies unterstreicht auch die enormen Anstrengungen der lokalen Behörden und Bildungsträger, den Bildungsbetrieb selbst unter extremen Bedingungen aufrechtzuerhalten.
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