Verborgene Bunker und neue Namen: Die Geheimnisse der U-Bahn von Charkiw.
Unterirdische Schutzräume im Charkiwer Metro-Netz
Nach Angaben von Novyny.live: Die Metro in Charkiw dient nicht nur als Verkehrsader mit ihren 30 Stationen, sondern birgt auch geheime Bunkeranlagen. Besonders hervorzuheben ist ein Regierungsbunker aus der Sowjetzeit an der Station 'Uniwersytet'. Dieser geschützte Komplex umfasst eine Fläche von 300 bis 500 Quadratmetern und wird durch tonnenschwere, acht Tonnen wiegende Panzertüren gesichert. Ein weiterer geheimer Bereich erstreckt sich über mehrere tausend Quadratmeter unter der Verwaltungszentrale der Metro. Solche Anlagen sind ein Relikt des Kalten Krieges und zeugen von der strategischen Bedeutung der U-Bahn als Schutzbauwerk.
Neue Bezeichnungen und Pläne für die Zukunft
Im Jahr 2024 wurden mehrere Stationen umbenannt. So erhielt die Station 'Puschkinska' den neuen Namen 'Jaroslawa Mudroho'. Im Sommer desselben Jahres folgten weitere Änderungen, die von der regionalen Militärverwaltung bestätigt wurden:
- 'Prospekt Gagarina' heißt nun 'Lewada'
- 'Heroji Pratsi' wurde in 'Saltiwska' umbenannt
- 'Sawod imeni Malyschewa' trägt jetzt den Namen 'Sawodska'
Parallel zu diesen Namensänderungen gibt es konkrete Ausbaupläne. Die ersten Ausschreibungen für neue Stationen sollen bereits im Februar 2024 starten. Diese Entwicklung unterstreicht die anhaltende Bedeutung der Metro für die Infrastruktur der Stadt, die weiterhin schnelle Verbindungen zwischen den Stadtteilen gewährleistet. Die Umbenennungen und Erweiterungsprojekte spiegeln den Wandel der Stadt wider und zielen auf eine modernisierte, funktionale Verkehrsanbindung für alle Bewohner und Besucher ab.
Lesen Sie auch
- Erster unterirdischer Kindergarten der Ukraine öffnet in Charkiw – Platz für 260 Kinder
- Ukrainische Häfen lahmgelegt: 28 Schiffe getroffen, 21 Tote nach russischen Angriffen
- 24 Kinder aus besetzten Gebieten befreit: Schwer verletzte 13-Jährige unter den Geretteten
- Bis zu 7,5 Jahre Haft drohen: Frau in Polen greift Kinder an, weil sie Ukrainisch sprechen
- Eine der bekanntesten Stimmen des Ukrainischen Radios ist verstummt: Journalist Olexandr gestorben
- Krimtatarische Geschichte entmystifiziert: Wie Walerij Wosgrins Werk russische Narrative widerlegt

