Die walisische Regierung ändert die Regeln für die Eintreibung von Schulden bei Kommunen: Was bedeutet das?.
Nach Angaben von The Sun: Millionen von Haushalten, die sich in einer schwierigen finanziellen Lage befinden, werden von den Neuerungen im System der Ratssteuer profitieren.
Künftig haben Haushalte in ganz Wales mehr Zeit, um Schulden bei der Ratssteuer gemäß den neuen Regeln, die von der walisischen Regierung bekannt gegeben wurden, zuregeln.
AlamyFamilien haben nun 63 Tage Zeit, um Schuldenfragen zu klären, bevor Zwangsvollstreckungsmaßnahmen beginnen.
Bisher konnten Sie, wenn Sie eine Monatsrate versäumten, dazu gezwungen werden, den gesamten Jahresbetrag innerhalb von drei Wochen zu zahlen.
Wenn Sie dies nicht tun, kann der Fall nach sechs Wochen vor Gericht gebracht werden, was zu zusätzlichen Kosten und Zwangsmaßnahmen führen kann.
Organisationen wie Martin Lewis und Money Advice Trust haben sich aktiv gegen diese Praxis ausgesprochen und sie als „brutal, aggressiv und zerstörerisch“ bezeichnet.
Die neuen Regeln treten im nächsten April in Kraft.
Beamte haben erklärt, dass die Reformen auch klarere Regeln für Erinnerungen und endgültige Mitteilungen einführen werden. Dies wird helfen, ein schnelles Anwachsen von Schulden zu vermeiden und den Räten zugleich die Möglichkeit zu geben, gegen Haushalte vorzugehen, die absichtlich Zahlungen vermeiden.
Diese Änderungen sind das Ergebnis einer Konsultation, an der über 250 Rückmeldungen von Räten, Beratungsorganisationen und der Öffentlichkeit teilgenommen haben.
Die Mehrheit äußerte Unterstützung für die Erweiterung des minimalen Zeitraums, bevor Zwangsvollstreckungsmaßnahmen eingeleitet werden.
Die Regierung wies darauf hin, dass diese Vorschläge Haushalten, die in Schwierigkeiten stecken, helfen werden, indem sie ein Abrutschen in 'zerstörerische Zyklen wachsender Schulden' verhindern.
Was geschieht in anderen Teilen des Vereinigten Königreichs?
Ähnliche Praktiken zur Eintreibung von Ratssteuern gelten auch in England.
Schottland hat eigene Regeln zur Eintreibung von Ratssteuern, während Nordirland ein ganz anderes System einführt.
Die britische Regierung hat im Mai eine ähnliche Konsultation zur Ratssteuer initiiert, deren Ergebnisse jedoch noch unbekannt sind.
Diese Konsultation beinhaltete Vorschläge zur Änderung der Methoden zur Eintreibung von Steuerforderungen.
Nach den Plänen muss der Rat länger warten, bevor er die Zahlung der Rechnungen in voller Höhe verlangen kann, und die Kosten, die den Schuldnern durch entsprechende Anordnungen in Rechnung gestellt werden, werden begrenzt.
Finanzminister Mark Drakeford merkte an:
„Wir unterstützen die Räte dabei, ein schnelles Anwachsen der Schulden bei der Ratssteuer zu verhindern, indem wir Haushalten mehr Zeit geben, sich von unerwarteten Schwierigkeiten zu erholen, Leistungsansprüche zu überprüfen und zu einem normalen Rhythmus zurückzukehren.”
Verbraucherexperte Martin Lewis bemerkte ebenfalls:
„Die Eintreibung von Schulden bei der Ratssteuer ist die brutalste, aggressivste und zerstörerischste Form der Schuldeneintreibung.”
Weitere potenzielle Änderungen bei der Ratssteuer
Die Konsultation der britischen Regierung behandelte auch die Frage, ob die Zahlungen der Ratssteuer über einen längeren Zeitraum verteilt werden sollten.
Derzeit wird die Ratssteuer über 10 Monate gezahlt. Beamte prüfen die Möglichkeit, die Frist auf 12 Monate zu ändern, um den Haushalten besser zu helfen, ihre Finanzen zu verwalten.
Separat wird berichtet, dass die Regierung plant, das System der Ratssteuer durch eine neue lokale Immobiliensteuer zu ersetzen.
Der Kanzler untersucht auch Pläne zur Erhebung von Haushalten im Wert von über 500.000 Pfund Sterling, berichtet die Zeitung The Guardian.
Diese Änderungen könnten zur Einführung einer neuen lokalen Abgabe führen, die die Ratssteuer ersetzt und sich an den Immobilienwerten der 1990er Jahre orientiert.
Beamte des Finanzministeriums erklärten, dass die Steuerreform derzeit geprüft wird, aber noch keine Entscheidungen getroffen wurden.
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