Levi's reduziert 200 Arbeitsplätze in Großbritannien: Gründe für die Entscheidung.

Levi's reduziert 200 Arbeitsplätze in Großbritannien: Gründe für die Entscheidung
Levi's reduziert 200 Arbeitsplätze in Großbritannien: Gründe für die Entscheidung

Reduzierung der Arbeitsplätze bei der Marke Levi’s

Nach Angaben von The Sun: Die legendäre Modemarke Levi’s, die 71 Geschäfte in Großbritannien hat, hat 200 Arbeitsplätze abgebaut.

Diese Kürzungen erfolgten, obwohl die Marke im vergangenen Jahr ein Wachstum bei Gewinn und Umsatz verzeichnete.

Alamy

Das amerikanische Unternehmen Levi’s, das 1853 gegründet wurde, reduzierte die Anzahl der Mitarbeiter in seinem Büro in Northampton von 1.857 auf 1.630 Personen im Jahr bis zum 30. November 2024.

Dennoch stieg der Gewinn vor Steuern in diesem Zeitraum von 7,7 Millionen £ auf 9,5 Millionen £, während der Umsatz von 89 Millionen £ auf 96,8 Millionen £ zunahm.

„Das Serviceniveau hat sich verbessert, und das Vertrauen der Kunden sollte 2025 steigen“, heißt es in der Erklärung des Vorstands.
„Der Verkehr insgesamt blieb stabil oder nahm in diesem Jahr sogar ab, und der anhaltende Trend zum Kauf mit Rabatten lenkt preissensible Verbraucher mehr zu Outlets als zu Hauptgeschäften.“
„Das Outlet-Geschäft ist jedoch ein hochprofessionelles und profitables Geschäftsmodell für uns und bietet daher mehr Chancen als Risiken.“

Das Unternehmen Levi’s kündigte auch an, dass sein Fünfjahresplan sich auf die Erweiterung des Sortiments an Damenbekleidung und Oberbekleidung konzentrieren wird.

Stellenabbau bei Morrisons

Vor diesem Hintergrund hat die Supermarktkette Morrisons 3.600 Arbeitsplätze abgebaut, nachdem 17 Geschäfte im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung geschlossen wurden.

Die Gesamtzahl der Mitarbeiter bei Morrisons sank von 104.819 auf 101.144 Personen im Jahr bis zum 27. Oktober 2024.

Die Kürzungen betrafen die Geschäfte, die Zentrale sowie die Produktion und Distribution.

Perspektiven des Einzelhandels

„Einzelhandelsketten stehen unter Druck durch steigende Energiekosten und den Übergang zum Online-Shopping“, kommentiert die Situation Professor Joshua Bamfield.

Er stellte fest, dass in diesem Jahr etwa 17.350 Einzelhandelsstandorte schließen könnten. Im Jahr 2024 wurden bereits 13.000 Geschäfte geschlossen, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von 28 % entspricht.

In weniger als einem Jahr haben 38 große Einzelhandelsunternehmen Insolvenz angemeldet, darunter so bekannte Marken wie Lloyds Pharmacy und Ted Baker.

Warum schließen Geschäfte?

Einzelhändler spüren zunehmenden Druck durch steigende Lebenshaltungskosten.

Zusätzliche Kosten erschweren die Situation für den Sektor erneut. Das Einzelhandelszentrum prognostiziert, dass die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge ab April den Sektor 2,3 Milliarden £ kosten wird.

Änderungen des Mindestlohns könnten die Situation für kleine Geschäfte weiter erschweren.

Der Stellenabbau bei großen Marken wie Levi's und Morrisons deutet auf die schwierige Situation im Einzelhandel hin. Trotz gestiegener Gewinne ändert sich die Einkaufsstruktur, da Verbraucher zunehmend Rabattkäufe oder Einkäufe in Outlets bevorzugen. Der Kampf gegen die Kosten und die Anpassung an die Marktbedingungen bleiben die Hauptprobleme für die Einzelhandelsketten.


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