Fünf historische Niederlagen Russlands: Welche Kriege es wirklich verloren hat – eine Analyse von Andrij Illarionow.
Russlands Niederlagen im Laufe der Geschichte
Nach Angaben von TSN.ua: In der Sendung 'Mosejtschuk Podcast' nannte Andrij Illarionow Beispiele für militärische Misserfolge Russlands in verschiedenen Epochen. Er betonte, dass selbst Staaten, die nicht zu den Großmächten zählten, Siege erringen oder ihre Unabhängigkeit bewahren konnten. Ein zentrales Beispiel war der Russisch-Japanische Krieg von 1904–1905, der mit dem Frieden von Portsmouth endete und Russland erhebliche Verluste einbrachte. Zur Einordnung: Dieser Konflikt markierte den ersten großen Sieg einer asiatischen Macht über eine europäische Großmacht in der Neuzeit.
Illarionow verwies zudem auf die Unabhängigkeitskriege Estlands, Lettlands und Litauens in den Jahren 1919–1920. Nach dem Zerfall des Russischen Reiches gelang es diesen Ländern, ihre Eigenstaatlichkeit zu verteidigen. Ein weiterer wichtiger Punkt war der Sowjetisch-Polnische Krieg von 1919 bis 1921, in dem Polen seine 1918 wiedererlangte Souveränität behauptete.
Kriege und Konflikte
Der Sowjetisch-Finnische Krieg von 1939–1940 stellte eine weitere schwierige Auseinandersetzung für Russland dar. Illarionow hob hervor, dass Großbritannien und Frankreich bereit waren, Truppen zur Unterstützung Finnlands zu entsenden – ein Hinweis auf die internationale Dimension dieses Konflikts.
Nicht unerwähnt blieb der neunjährige Krieg der UdSSR in Afghanistan, der rund 15.000 sowjetische Soldaten das Leben kostete. Dieser Feldzug gilt bis heute als Sinnbild für das Scheitern der sowjetischen Armee, da er keine Stabilität in die Region brachte.
„Diese Beispiele zeigen, dass Staaten, die keine Großmächte waren, Siege erringen oder ihre Unabhängigkeit und Souveränität sichern konnten.“
Andrij Illarionow
Erinnert sei auch an die Aussage von Donald Trump, wonach 'Russland angeblich Napoleon und Hitler besiegt habe' – dies verdeutlicht die Bandbreite historischer Deutungen.
Die historischen Fakten belegen somit, dass Russland in militärischen Auseinandersetzungen nicht immer erfolgreich war. Länder, die nach Unabhängigkeit strebten, errangen ihre Siege trotz der erheblichen militärischen Stärke des Gegners. Dieser Befund ist besonders vor dem Hintergrund aktueller geopolitischer Spannungen relevant.
Die von Andrij Illarionow geführte Diskussion über historische Niederlagen Russlands unterstreicht, wie wichtig die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit für das Verständnis heutiger geopolitischer Prozesse ist. Die Geschichte lehrt, dass selbst die mächtigsten Staaten in bewaffneten Konflikten scheitern können, während kleinere Nationen das Potenzial haben, ihre Unabhängigkeit zu verteidigen. Dieser Kontext könnte angesichts gegenwärtiger internationaler Verwicklungen, in denen Russland ebenfalls auf Schwierigkeiten stößt, von besonderer Bedeutung sein.
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