Raiffeisen Bank investiert 130 Millionen in Barrierefreiheit: Wie sich das Banking verändert.
Nach Angaben von ТСН: In der Ukraine leben über drei Millionen Menschen mit Behinderungen, und diese Zahl wächst täglich. Unter ihnen sind Tausende von Veteranen, die von der Front zurückkehren, sich an das neue Leben anpassen und Pläne mit ihren Familien schmieden. Inklusivität und Barrierefreiheit sind nicht nur Fragen des Humankapitals, sondern der Weg zur Wiederherstellung von Würde, Chancengleichheit und zur Schaffung einer Gesellschaft, die niemanden ausschließt. Für viele Ukrainer sind diese Konzepte wichtige Werte für die Entwicklung des Landes.
Wie und wer ein barrierefreies Umfeld schafft
Wenn die Gesellschaft mit Herausforderungen konfrontiert wird, verändert sich auch das Geschäft. Unternehmen, die Bedingungen für alle schaffen, werden zur Stütze für Mitarbeiter, Kunden und den Staat. Eines dieser Unternehmen ist die Raiffeisen Bank, die an der Schaffung eines barrierefreien Umfelds arbeitet, in dem jeder zählt. Sie entwickeln zugängliche Filialen und Geldautomaten sowie soziale Initiativen zur Unterstützung von Veteranen.
“Nach dem Beginn des großflächigen Krieges in unserem Land tauchten Tausende von Soldaten, Veteranen und Menschen mit Verletzungen und neuen Bedürfnissen auf. In diesem Moment wurde klar: Eine Bank, die für die Gesellschaft arbeitet, kann nicht außen vor bleiben. Genau damals, im Jahr 2022, haben wir unsere Barrierefreiheitsstrategie ins Leben gerufen. Und heute, im Jahr 2025, bringt uns diese Strategie das wertvollste zurück — das Vertrauen der Kunden,” — sagt
Oksana Schewtschenko, stellvertretende Vorsitzende der Raiffeisen Bank.
Inklusivität in der Raiffeisen Bank
In den letzten zwei Jahren hat die Raiffeisen Bank 225 Filialen angepasst, von denen 195 vollständig inklusiv geworden sind.
Das bedeutet nicht nur Rampen und Rufknöpfe, sondern auch einen angepassten Innenraum: Geldautomaten auf bequemer Höhe, offene Kassen, Halter für Krücken, Möbel mit Zugang für Rollstühle. In diese Initiativen wurden über 130 Millionen Hrywnja investiert.
“Für uns bedeutet 'zugängliches Banking', dass die Person die Finanzdienstleistungen ohne Barrieren nutzen kann. Heute sind die meisten unserer Filialen barrierefrei: mit Rampen, breiten Türen, Haltern für Krücken und bequemen Möbeln. 100% der Geldautomaten von Raif haben grundlegende Zugänglichkeitselemente für Kunden mit Seh- und Mobilitätseinschränkungen. Wir sehen, dass Kunden dies nutzen und einen solchen Ansatz schätzen. Und für uns ist das der beste Beweis, dass Inklusion funktioniert,” — sagt
Julia Tshemerytska, Spezialistin für Inklusionsfragen der Raiffeisen Bank.
Digitale Zugänglichkeit
Inklusivität ist nicht nur ein physischer Raum. Die Bank arbeitet auch an der digitalen Zugänglichkeit: Die MyRaif-App wird an die internationalen WCAG-Standards angepasst; Kunden mit Hörbehinderungen können sich online über einen Gebärdensprachdolmetscher identifizieren.
“Die Bank entwickelt Dienstleistungen, die Finanzen für alle einfach und zugänglich machen. Alle Geldautomaten von Raif haben einen Anschluß für Kopfhörer und eine Tastatur mit einer zentralen Taste und taktilen Markierungen. Wir passen die Webseite und die MyRaif-App an die internationalen Standards für digitale Zugänglichkeit an, damit jeder die Dienste unabhängig von physischen Fähigkeiten nutzen kann,” — sagt
Julia Tshemerytska.
Veteranen im Team und Unterstützung für Militärangehörige
Im Team der Bank arbeiten über 50 Veteranen, und etwa 300 Soldaten sind in den Streitkräften der Ukraine. Ihre Arbeitsplätze wurden gesichert, und das Gehalt betrug über 370 Millionen Hrywnja. Die Bank finanziert auch Rehabilitation, Prothetik, adaptiven Sport und sogar die Schaffung von adaptiver Kleidung für Veteranen.
“Raiffeisen war die erste Bank in der Ukraine, die die Position des Veteranenbeauftragten eingeführt hat und zum zweiten Mal in Folge in die TOP-30 der besten Arbeitgeber für Veteranen nach Forbes Ukraine eingegangen ist. In der Bank gibt es ein Programm für Veteranen, das medizinische und psychologische Unterstützung, Rehabilitation und vieles mehr umfasst,” — sagt
Oksana Schewtschenko.
Die Unternehmenskultur der Raiffeisen Bank
Inklusivität beginnt nicht nur mit Schildern an den Türen, sondern auch im Team. 57% des Top-Managements sind Frauen, 6% des Teams sind unter 25 Jahre alt, 4% sind Kollegen über 60. Die Bank unterstützt Programme für weibliche Führung und Familienhilfe. 90% der Mitarbeiter betrachten die Kultur der Bank als inklusiv.
“Schulung ist die Grundlage für einen barrierefreien Service. Sie gibt den Mitarbeitern nicht nur Anweisungen, sondern ein Verständnis für verschiedene Arten von Behinderungen,” — sagt
Julia Tshemerytska.
Zukunftspläne
Bis Ende 2025 plant Raiffeisen, etwa 20 weitere Filialen inklusiv zu gestalten. “Wir streben an, dass Inklusivität zum Standard in jedem Kanal wird — in Filialen, digitalen Produkten, Dienstleistungen. Es geht nicht nur um Zugänglichkeit, sondern auch um die Einstellung zu jedem Kunden,” — sagt
Julia Tshemerytska.
Bald wird Barrierefreiheit zur Norm: “Ich bin überzeugt, dass Barrierefreiheit ein Zeichen der Reife eines Unternehmens ist. Und diejenigen, die Inklusion Teil ihrer DNA machen, werden die Schöpfer einer neuen Qualität der Gesellschaft sein,” — fügt
Oksana Schewtschenko.
Barrierefreiheit bedeutet Gleichheit, Vertrauen und eine Gesellschaft, die jeden respektiert.
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