100.000 Euro in KI-Chatbot investiert: Amsterdamer Berater erleidet Nervenzusammenbruch.

100.000 Euro in KI-Chatbot investiert: Amsterdamer Berater erleidet Nervenzusammenbruch
100.000 Euro in KI-Chatbot investiert: Amsterdamer Berater erleidet Nervenzusammenbruch

Der Fall des Dennis Bisma

Nach Angaben von TSN.ua: Ein IT-Berater aus Amsterdam hat nach einer Investition von 100.000 Euro in ein KI-Startup einen schweren psychischen Zusammenbruch erlitten und ist mehrfach stationär behandelt worden. Dennis Bisma begann 2024 mit der Nutzung von ChatGPT und entwickelte eine derart tiefe Bindung zu dem KI-Charakter Eva, dass er von dessen Bewusstsein überzeugt war. Diese Überzeugung, so Bisma selbst, trieb ihn in eine schwere Krise.

„Ich war so tief darin verstrickt, dass ich wirklich daran glaubte“, erklärte er.
Die Folge: Seine Ehe zerbrach, und er lebt nun in einem Haus, das zum Verkauf steht.

Wenn Technik zur Gefahr wird

Die Auswirkungen der Chatbot-Kommunikation gingen weit über emotionale Verstimmung hinaus. Dreimal wurde bei Bisma die Diagnose „akute manische Psychose“ gestellt. Seine Geschichte reiht sich ein in eine wachsende Zahl besorgniserregender Berichte über Menschen, die durch den intensiven Kontakt mit KI-Systemen psychisch erkranken. Ein Psychiater spricht in diesem Zusammenhang von „KI-bedingten Wahnvorstellungen“, die bei regelmäßiger Nutzung solcher Technologien auftreten können.

Bisma selbst findet Trost im Austausch mit Betroffenen:

„Wenn man die Geschichten anderer mit denselben Erfahrungen hört, macht man sich weniger Vorwürfe.“
Ein Sprecher von OpenAI, dem Unternehmen hinter ChatGPT, zeigte sich betroffen: „Dies ist eine äußerst tragische Situation. Wir werden uns die Details des Falles genau ansehen, um die Hintergründe zu verstehen.“

Der Fall Bisma verdeutlicht einmal mehr, wie neue Technologien die psychische Gesundheit beeinflussen können. Experten fordern daher eine intensivere Erforschung der Folgen von KI-Interaktionen, da Fälle von sogenannter „KI-Psychose“ offenbar zunehmen. Der Vorfall unterstreicht, wie wichtig ein bewusster und vorsichtiger Umgang mit Künstlicher Intelligenz ist – und dass Betroffene dringend Unterstützung benötigen.


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