Telefondaten belegen: Hauptverdächtiger im Fall 'Midas' plante Flucht aus der Ukraine.
Die geplante Ausreise von Timur Minditsch
Nach Angaben von TSN.ua: Daten aus beschlagnahmten Telefonen belegen, dass der zentrale Beschuldigte im Korruptionsskandal "Midas", der Unternehmer Timur Minditsch, seine Ausreise aus der Ukraine im Voraus geplant hatte. Der Direktor des Nationalen Antikorruptionsbüros der Ukraine (NABU), Semen Krywonos, erklärte, Minditsch habe das Land planmäßig am 10. November gegen zwei Uhr nachts verlassen.
Den Ermittlungen zufolge wurde das Fahrzeug für seine Abreise bereits am Morgen des 9. November von seinen Assistenten bestellt. Dies zeigt, dass es sich nicht um eine spontane Flucht handelte, die erst kurz vor den Durchsuchungen stattfand. Krywonos betonte, dass die Analyse der Telefondaten diese Abfolge eindeutig bestätigt. Der Fall verdeutlicht die Herausforderungen bei der Verfolgung hochrangiger Verdächtiger.
Ermittlungen und Sanktionen
Das Verfahren gegen Timur Minditsch war am 21. August 2025 eingeleitet worden. Im Dezember desselben Jahres wurde gegen ihn in Abwesenheit die Untersuchungshaft als Sicherungsmaßnahme verhängt. Zudem verhängte Präsident Wolodymyr Selenskyj für drei Jahre Sanktionen gegen Beschuldigte im Zusammenhang mit der "Energoatom"-Affäre. Diese Maßnahmen unterstreichen das Gewicht der Vorwürfe im "Midas"-Komplex.
Die geplante Ausreise des Hauptverdächtigen während laufender Ermittlungen legt eine gezielte Reaktion auf die drohende Festnahme nahe. Dieser Vorgang könnte erhebliche Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des "Midas"-Verfahrens und den Kampf gegen Korruption in der Ukraine haben. Angesichts der verhängten Sanktionen bleibt die Reaktion der Behörden und mögliche Bemühungen um eine Rückführung der Verdächtigen aufmerksam zu verfolgen.
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