Wann endet der Krieg? US-Ex-Botschafter Kellogg wagt eine Prognose.
Analyse eines ehemaligen US-Sondergesandten
Nach Angaben von TSN.ua: In einem Interview mit dem japanischen Sender NHK äußerte sich General Keith Kellogg, früherer US-Sondergesandter, zum Kriegsverlauf. Seiner Einschätzung nach wird der Krieg in der Ukraine erst enden, wenn der russische Präsident Wladimir Putin erkennt, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnen kann. Kellogg verwies auf die schweren wirtschaftlichen Schäden durch Sanktionen und bezifferte die russischen Verluste an der Front auf 1,2 bis 1,4 Millionen Tote und Schwerverwundete. Diese Zahlen verdeutlichen das immense menschliche Leid, das der Angriffskrieg bereits verursacht hat.
Bedingungen für einen Waffenstillstand
Ein Waffenstillstand wäre laut Kellogg bereits heute möglich, wenn sich die Ukraine und Russland auf eine Einfrierung des Konflikts entlang der aktuellen Frontlinie einigen könnten. Er betonte jedoch, dass es Putin sei, der eine Feuerpause ablehne – nicht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Putin müsse begreifen, dass er kein weiteres ukrainisches Territorium mehr gewinnen werde, so der General. Die Position des Kreml bleibt damit das Haupthindernis für eine Deeskalation.
Präsident Selenskyj hatte zuvor klargestellt, dass es bei der Beendigung des Krieges nicht um Emotionen gehe, sondern dass Frieden ein rechtliches Instrument zur Beendigung des Blutvergießens sei. Diese Aussagen unterstreichen den ernsthaften und prinzipienbasierten Ansatz Kiews.
Die Einschätzung Kelloggs zeigt, dass die internationale Gemeinschaft die Entwicklung weiterhin genau verfolgt und auf einen Dialog zur Friedensfindung drängt.
Die nächsten Schritte sowohl Russlands als auch der Ukraine sowie die Reaktion der Weltgemeinschaft werden maßgeblich darüber entscheiden, wie sich der Konflikt weiterentwickelt und welche Folgen dies für die Stabilität in der Region hat.
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