Ex-Chef der Grenzbehörde Deyneko: Nach Korruptionsermittlungen an die Front mobilisiert.

Ex-Chef der Grenzbehörde Deyneko: Nach Korruptionsermittlungen an die Front mobilisiert
Ex-Chef der Grenzbehörde Deyneko: Nach Korruptionsermittlungen an die Front mobilisiert

Neue Aufgabe für einen umstrittenen General

Nach Angaben von TSN.ua: Serhij Deyneko, ehemaliger Leiter des ukrainischen Grenzschutzes (DPSU), hat eine neue Position erhalten. Der Generalleutnant wurde zum Chef der Grenzschutzabteilung Luhansk ernannt, nachdem er zuvor mobilisiert worden war. Seine Versetzung erfolgte vor dem Hintergrund seiner Entlassung als DPSU-Chef am 4. Januar 2026. Deyneko hatte diese Spitzenposition seit 2019 inne, doch seine Amtsführung wird nun wegen Korruptionsverdachts untersucht. Diese Personalie verdeutlicht die komplexen Personalentscheidungen in Kriegszeiten.

Die Einberufung Deynekos erfolgte auf gesetzlicher Grundlage. Wie Andrij Demtschenko bestätigte,

„Auf Basis des ukrainischen Gesetzes ‚Über die Wehrpflicht‘ wurde Generalleutnant Serhij Deyneko tatsächlich zum Wehrdienst im Rahmen der Mobilisierung einberufen“
. Seine neue Tätigkeit findet unter rechtlichen Vorbehalten statt: Bereits am 22. Januar 2023 durchsuchten das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) sein Büro.

Vorwürfe und gerichtliche Auflagen

Im Jahr 2023 sollen DPSU-Beamte mutmaßlich ein System zum illegalen Grenzübertritt von Zigaretten organisiert haben. Den Ermittlungen zufolge erhielten Grenzschützer pro Lastwagen 3.000 Euro. Die Gesamtsumme der dokumentierten unrechtmäßigen Vorteile beläuft sich auf mindestens 204.000 Euro. Das Höchste Antikorruptionsgericht verhängte gegen Deyneko als Sicherungsmaßnahme eine Kaution in Höhe von 10 Millionen Hrywnja, die am 2. Februar 2023 hinterlegt wurde.

Die Lage um Serhij Deyneko bleibt somit angespannt. Während er seine Pflichten als neuer Kommandeur der Grenzabteilung Luhansk wahrnimmt, werfen die Ermittlungen zu seiner vorherigen Tätigkeit erhebliche Fragen auf.

Seine Ernennung trotz laufender Verfahren zeigt die widersprüchlichen Herausforderungen, vor denen der ukrainische Grenzschutz steht. Sie unterstreicht auch die anhaltende Bedeutung des Korruptionskampfes in staatlichen Schlüsselstrukturen – besonders inmitten eines bewaffneten Konflikts. Gemäß der Rechtslage dürften seine weiteren Schritte unter strenger Beobachtung der Antikorruptionsbehörden stehen, was die Stabilität der Grenzkontrolle in der Region beeinflussen könnte.


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