Gewalt gegen Ex-Politgefangenen: Ukrainischer Aktivist in Kiewer Militärbehörde misshandelt.

Gewalt gegen Ex-Politgefangenen: Ukrainischer Aktivist in Kiewer Militärbehörde misshandelt
Gewalt gegen Ex-Politgefangenen: Ukrainischer Aktivist in Kiewer Militärbehörde misshandelt

Festnahme von Wolodymyr Baluch

Nach Angaben von TSN.ua: Der frühere politische Gefangene des Kremls, Wolodymyr Baluch, erhebt schwere Vorwürfe: Am 27. März sei er in den Räumen der temporären Ermittlungskommission (TCC) in Kiew unrechtmäßig festgenommen und geschlagen worden. Nach eigenen Angaben verbrachte Baluch rund 21 Stunden in der Behörde. Auslöser für die Festnahme sei ein angeblicher Verstoß gegen die Wehrerfassung gewesen, so der Aktivist. Besonders brisant: Baluch ist als Mensch mit Behinderung der Gruppe II anerkannt und vermutet einen Zusammenhang mit seinem Engagement.

Die Misshandlung ereignete sich um 21:00 Uhr – dabei war laut Baluch der Staatsanwalt Artem Nowow anwesend.

„Dies geschah in den Räumen der TCC an der Saljutna-Straße wegen meiner Aktivitäten“,
erklärte er. Nach der Festnahme seien ihm die Handschellen abgenommen worden, sodass er kurz mit einer anwesenden Person sprechen konnte.

Reaktionen auf den Vorfall

Artem Nowow äußerte sich knapp zu den Geschehnissen:

„Die Information wurde uns aus den Medien bekannt.“
Bislang ist unklar, wie die Anwaltschaft und die Staatsanwaltschaft auf den Vorfall reagieren. Baluch, der für seinen unermüdlichen Einsatz für Menschenrechte bekannt ist und während seiner Haft in Russland große Widerstandskraft bewies, steht erneut im Fokus der Öffentlichkeit. Der Vorfall hat gesellschaftliche Wellen geschlagen, da Baluch als Symbolfigur des Menschenrechtskampfes in der Ukraine gilt. Die Reaktion der staatlichen Stellen und mögliche juristische Konsequenzen könnten weitreichende Auswirkungen haben – insbesondere mit Blick auf den Schutz von Menschen mit Behinderungen und politischen Aktivisten.


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